Studie: Integrationshemmnisse durch deutsche Selbstzweifel

cundar

Ein Kölner Erziehungspsychologe hat eine Studie zum deutschen Selbstbild im europäischen Vergleich gemacht. Ich habe diese Studie noch nicht gelesen, aber was im Interview der Universitätszeitung angerissen wird, hat mich Luftsprünge ausführen lassen. Im Kern wird nichts anderes wissenschaftlich festgestellt, als das, was wir und andere patriotische Gruppen bisher lediglich behaupten konnten: Ein schlechtes Selbstbild verhindert die Integration der Eingeborenen genauso wie die der Einwanderer in eine kollektive, einige Identität.
„Für die Untersuchung war sehr wertvoll, dass das sogenannte „Sommermärchen“ der Fußball-WM 2006 in den Untersuchungszeitraum fiel. Da konnte man sehen, dass die lockere Selbstliebe der Deutschen bzw. besser die Fähigkeit, sich selbst zu feiern, bei den Migranten und Gästen aus dem Ausland erstaunlich gut ankam. Man kann daraus schließen, dass wir kollektive Identitätskonstruktionen benötigen, die positive Inhalte aufweisen und die Deutsche und Migranten zusammenführen.“

Grund für das schlechte Selbstbild ist der einseitige Geschichtsunterricht:

Wichtige Einflußfaktoren bilden sicherlich die Medien und die Schule. Dort herrschen negative Selbstdarstellungen in Bezug auf die nationale Identität vor. (Dr. Schmidt-Denter Anm. des Autors)

Wie sieht es bei den deutschen Jugendlichen aus? (UniZ. Anm. des Autors)

Bei den deutschen Jugendlichen ist das Thema Nummer Eins die gefühlte Beeinträchtigung der nationalen Identität, die mit der „Holocaust Education“, das heißt dem Geschichtsunterricht über das Dritte Reich und den Holocaust, in Verbindung gebracht wird.“

Neben diesen Feststellungen werden im Interview auch Zahlen genannt, die erschrecken:

„Wir haben die Frage gestellt: Wenn es die Möglichkeit einer „Wiedergeburt“ gäbe  – möchten Sie da wieder Deutsche/r sein oder lieber etwas anderes. Da sagen  rund 70 Prozent, sie würden lieber als jemand anderes geboren werden. Von den jugendlichen Migranten möchten 84 Prozent  nicht als Deutsche geboren werden.“

Das muss sich ändern. Hier geht es zum ganzen Interview:

„Kölner Erziehungspsychologe findet Integrationshemmnisse durch deutsche Selbstzweifel. Wie sehen wir Deutsche uns? Welche positiven Selbstbilder können wir Migranten anbieten?
In seiner Studie „Die Deutschen und ihre Migranten – Ergebnisse der europäischen Identitätsstudie“ vergleicht Professor Dr. Ulrich Schmidt-Denter vom Lehrstuhl für Entwicklungs- und Erziehungspsychologie die Einstellungen zweier Generationen in Deutschland mit derjenigen von zehn europäischen Nachbarländern. Die Studie zeigt: Die Deutschen zweifeln an sich und bieten den Migranten kein positives Selbstbild zur Identifikation an. Den Grund sieht der Wissenschaftler im einseitigen Geschichtsunterricht in Deutschland und Europa. Weiterlesen…
NOCH DIREKTER:
Die 10 wichtigsten Aussagen der Studie findet man auf der Vorstellungsseite als PDF: hier klicken.
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