Zitat zum Sonntag: Aphorismen linker Kulturkritik

„Bei vielen Menschen ist es bereits eine Unverschämtheit, wenn sie Ich sagen.“

„Der Splitter in deinem Auge ist das beste Vergrößerungsglas.“

„Das Ganze ist das Unwahre.“

„Kunst ist Magie, befreit von der Lüge, Wahrheit zu sein.“

„Wir sagen und Ich meinen ist eine von den ausgesuchtesten Kränkungen.“

„Nicht die letzte der Aufgaben, vor welche Denken sich gestellt sieht, ist es, alle reaktionären Argumente gegen die abendländische Kultur in den Dienst der fortschreitenden Aufklärung zu stellen.“

„Wahr sind nur die Gedanken, die sich selber nicht verstehen.“

„Geliebt wirst du einzig, wo du schwach dich zeigen darfst, ohne Stärke zu provozieren.“

„Jedes Kunstwerk ist eine abgedungene Untat.“

„Fremdwörter sind die Juden der Sprache.“

„Ein Deutscher ist ein Mensch, der keine Lüge aussprechen kann, ohne sie selbst zu glauben.“

„Daß in der repressiven Gesellschaft Freiheit und Unverschämtheit aufs gleiche hinauslaufen, bezeugen die sorgenlosen Gesten der Halbwüchsigen, die ‚Was kost‘ die Welt‘ fragen, solange sie ihre Arbeit noch nicht verkaufen. Zum Zeichen dessen, daß sie auf niemand angewiesen sind und darum keinen Respekt haben müssen, stecken sie die Hände in die Hosentaschen. Die Ellenbogen aber, die sie dabei nach außen kehren, sind schon bereit, jeden zu stoßen, der ihnen in den Weg kommt.“

„Es gibt kein richtiges Leben im falschen.“

Theodor W. Adorno: Minima Moralia. Reflexionen aus einem beschädigten Leben.

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