Gauck und Islam: Kurze Presseschau; Lion Edler: Taktische Medienkampagnen

Gauck hat seine Position zum Islam erneuert:
„Und die Wirklichkeit ist, dass in diesem Lande viele Muslime leben. Ich hätte einfach gesagt, die Muslime, die hier leben, gehören zu Deutschland.“
Neben einem leicht kritischen Bekenntnis zu Israel unter dem „3. Reich“-Standard-Argument, war das die Äußerung, die in den deutschen Online-Medien publiziert werden musste. Hier die Titel zum Vergleich:

SPON: Gauck distanziert sich von Wulffs Islam-Rede
SZ: Bundespräsident Gauck Muslime, ein Teil von Deutschland
FAZ: Gauck in Nahost „Muslime gehören zu Deutschland“
ZEIT: Gauck rückt von Positionen Merkels und Wulffs ab
Wer sich die die Artikel mal durchliest (oder überfliegt) merkt schnell, dass langsam Zweifel bei den Medien aufkommen. Ein Präsident, der die „Schuld“ vor allem bei seiner Generation sieht und fragt „Wo hat denn der Islam dieses Europa geprägt, hat er die Aufklärung erlebt, gar eine Reformation?“ entspricht nicht mehr ganz dem politkorrektem Sprech wie bei Wulff. Dieser Präsident differenziert und das auch noch sachlich.

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Grass Nr. 2: „Europas Schande“

Günter Grass lässt sich auch nach der Kritik an seinem Gedicht zur Politik Israels gegenüber dem Iran nicht den Mund verbieten. In seinem neuesten Werk „Europas Schande“, das gestern in der Süddeutschen Zeitung erschien, prangert er die Politik der EU gegenüber Griechenland an. Lesen Sie hier das Gedicht im jungdeutschen Sinne interpretiert (Zitate kursiv): Weiterlesen

Volksentscheid über den ESM!

 

Der ESM ist Wahnsinn!

Machen Sie mit bei der Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht gegen die undemokratische Einführung des „Europäischen Stabilitätsmechanismus“! Es muss einen Volksentscheid darüber geben, ob dieses eurokratische Machtinstrument erschaffen werden soll.

Lesen Sie hier den ESM-Vertag im Originalwortlaut!

Hier erfahren Sie mehr über den ESM in einer Video-Zusammenfassung.

Zitat zum Sonntag

„Es lebe das freie, das einige Deutschland! Hoch leben die Polen, der Deutschen Verbündete! Hoch leben die Franken, der Deutschen Brüder, die unsere Nationalität und unsere Selbständigkeit achten! Hoch lebe jedes Volk, das seine Ketten bricht und mit uns den Bund der Freiheit schwört! Vaterland – Volkshoheit – Völkerbund hoch!“

Philipp Jakob Siebenpfeiffer

Nach: Johann Georg August Wirth: Das Nationalfest der Deutschen zu Hambach. Neustadt a.H. 1832 (Nachdruck Neustadt 1981), S. 31-41.

Zitat zum Sonntag

„Ich kann kein Volk mir denken, das zerrissner wäre, wie die Deutschen. Handwerker siehst du, aber keine Menschen, Denker, aber keine Menschen, Priester, aber keine Menschen, Herrn und Knechte, Jungen und gesetzte Leute, aber keine Menschen – ist das nicht, wie ein Schlachtfeld, wo Hände und Arme und alle Glieder zerstückelt untereinander liegen, indessen das vergoßne Lebensblut im Sande zerrinnt?“

Hölderlin: Hyperion.

„Kauf die Junge Freiheit! Da erlebt man was.“

Es war ja nur kurz, was ich erlebt habe, aber doch noch so überraschend, obwohl es doch allgemein bekannt ist… Aber von vorne: Endlich ein paar Tage Zeit! Nachdem ich mir Wochen lang die Augen beim Schreiben/Arbeiten am Bildschirm blutig gesehen habe, kam ich auf die Idee, mir endlich mal wieder eine Zeitung zu kaufen. Da traf es sich ausgesprochen gut, dass die Junge Freiheit ein Interview mit dem Rapper Harris (oder er mit der JF; Wer ist Harris? Harris hat ein patriotisches Musik-Video gemacht: hier klicken.) geführt hat. „Spitze!“, dachte ich mir, verließ die Fakultät, erwischte die Straßenbahn und tuckerte damit anschließend zum Hauptbahnhof. Dort angekommen stand ich vor dem großen Regal mit den „sonstigen“ Zeitungen und fand die JF gleich neben dem „Freitag“. Nebendran war ein Regal mit den Mainstream-Pressorganen. Die „Tageszeitung“ schrie mich mit ihrem rot-weißen Titel regelrecht an und entfachte in mir den Gedanken neu, endlich mal auch die Druckausgabe zu kaufen. Gedacht getan mit JF und TAZ in der Hand schlenderte ich zur Kasse, wo mich die Verkäuferin schon herwinkte. Ich legte die Zeitungen auf die Tresen und zog meine Geldbörse schon heraus, als ich feststellte, dass die Verkäuferin die JF auf den Tresen ausgebreitet hatte und offensichtlich mustere. „Was is’n das für ’ne Zeitung?“, fragte sie in einem fragend-schnippischen Ton. „Wie bitte? Wie meinen Sie das?“, fragte ich und ahnte, worauf es hinaus laufen würde. Die Halsschlagadern begannen spürbar zu arbeiten. „Naja, welches Spektrum? Wo ist die einzuordnen?“ Weiterlesen

Zitat zum Sonntag: Fichtes kategorischer Imperativ der Nation

„Fichte an jeden Deutschen

Du sollst an Deutschlands Zukunft glauben,
an deines Volkes Aufersteh’n.
Laß diesen Glauben dir nicht rauben,
trotz allem, allem was gescheh’n.
Und handeln sollst du so, als hinge
von dir und deinem Tun allein
das Schicksal ab der deutschen Dinge
und die Verantwortung wär’ dein.“

Albert Matthai.