Zitat zum Sonntag: Kritik des Internationalismus

„Internationalismus, das bedeutet zwischen den Nationen stehen, also keinen festen Boden besitzen, außer dem eines schwankenden Begriffes – wirklich, eine solche Weltanschauung konnte nur erstehen in den durch Steinschichten vom gewachsenen Boden hermetisch abgeschlossenen Riesenstädten unserer Zeit und im geistigen Umkreise der modernen Zivilisation, deren Ideal es ist, daß es in Yokohama genau so aussieht, wie in Paris, und in Paris genau so wie in Berlin. Mag man in Japan eine bodenständige Kultur eintauschen gegen eine amerikanische Zivilisation, man wird es früher oder später einmal bitter bereuen. Aber für uns wollen wir hoffen, daß der Deutsche sich immer von der ganzen übrigen Welt scharf abheben wird in seiner Eigenart, welche die andern bewundern oder hassen mögen. Damit wird er nicht nur sich selbst, sondern auch der Welt am besten dienen. Dasselbe gilt von jeder anderen Nation.“

Ernst Jünger, Der Internationalismus 1925.

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