Der Charakter der Grünen: Kurzeinblick

Im Spiegel 30/2012  steht der von Merlind Theile verfasste Artikel „Der Schmerz der Bewegung“, in dem es um den Umgang der grünen Partei mit ihren Ex-Vorständen geht. In diesem sehr lesenswerten Artikel wird auch Ludger Volmer zitiert:

„‚Die Grünen haben weder Stil noch Kultur‘, sagt Volmer. Das sei eine Folge von 68. ‚Wir haben die gesamten bürgerlichen Werte zerschlagen: Höflichkeit, Anstand, Tradition. Aber an die Stelle der verachteten Bürgerlichkeit haben wir nichts Neues gesetzt.‘ Im Grunde seien die Grünen egoistische Individualisten, ihr Aufstiegsstreben sei bloß gut kaschiert. ‚Bei uns heißt das dann Demokratie und Menschenrechte.'“ Weiterlesen

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Zitat zum Sonntag: Kultur vs. Zivilisation

„Geist ist nicht Politik: man braucht, als Deutscher, nicht schlechtes neunzehntes Jahrhundert zu sein, um auf Leben und Tod für dieses »nicht« einzustehen. Der Unterschied von Geist und Politik enthält den von Kultur und Zivilisation, von Seele und Gesellschaft, von Freiheit und Stimmrecht, von Kunst und Literatur; und Deutschtum, das ist Kultur, Seele, Freiheit, Kunst und nicht Zivilisation, Gesellschaft, Stimmrecht, Literatur. Der Unterschied von Geist und Politik ist, zum weiteren Beispiel, der von kosmopolitisch und international. Jener Begriff entstammt der kulturellen Sphäre und ist deutsch; dieser entstammt der Sphäre der Zivilisation und Demokratie und ist — etwas ganz anderes. International ist der demokratische Bourgeois, möge er überall auch noch so national sich drapieren; der Bürger – auch das ist ein Motiv dieses Buches — ist kosmopolitisch, denn er ist deutsch, deutscher als Fürsten und ‚Volk‘: dieser Mensch der geographischen, sozialen und seelischen ›Mitte‹ war immer und bleibt der Träger deutscher Geistigkeit, Menschlichkeit und Anti-Politik . . .“

Thomas Mann: Betrachtungen eines Unpolitischen

Bundeswehreinsätze im Inneren rechtmäßig

Das Bundesverfassungsgericht hat es erlaubt, dass die Bundeswehr in Extremfällen der inneren Sicherheit eingesetzt werden darf. Bisher fielen solche Einsätze ohne Eintritt des Verteidigungsfalles theoretisch in den Zuständigkeitsbereich der Polizei. Die Konfrontation der Polizei mit einem schwer bewaffneten Gegner könnte diese jedoch überfordern. Um dem zuvorzukommen, sollen die Streitkräfte also auch im Friedensfall im Inneren eingesetzt werden können. Dass die Bundesregierung, wie die WELT berichtet, diesen Beschluss begrüßt, braucht nicht zu überraschen, denn wer beschwert sich schon, wenn ihm weitere und stärkere Machtmittel an die Hand gegeben werden. Weiterlesen

Ein guter Deutscher ist…

Der deutsche Fußballnationalspieler Sami Khedira hat in der Diskussion um das Mitsingen der Nationalhymne bei Fußballspielen den Nagel auf den Kopf getroffen:

„Ich glaube, es ist, wie der Bundestrainer auch gestern schon gesagt hat, sehr, sehr schön, und es ist auch ein gutes Zeichen, wenn man dann die Nationalhymne singt. Aber ich glaube, man darf das nicht darauf beschließen, dass man dann ein guter Deutscher ist. Ich glaube, ein guter Deutscher ist, wenn man die Sprache perfekt spricht, wenn man, sag ich mal, die Sitten und auch die Werte annimmt. Ja, und das glaube ich, hat jeder Einzelne von uns.“

Alle Achtung! Und noch dazu in klarer und einfacher Sprache. Warum schaffen das unsere Politiker nicht? War diese Äußerung nun politisch unkorrekt, weil Khedira auch erwartet, dass man die Sitten annimmt? Die Multikulti-Gesinnungswächter werden sich darüber sicherlich die Mäuler zerreißen. Alle anderen aber sehen, dass man einen ganz bodenständigen und menschlichen Zugang zu seiner Nationalität haben kann.

Quelle:

http://www.focus.de/sport/videos/diskussion-um-nationalhymne-khedira-weist-kritik-von-sich_vid_32787.html

Kritik des linksliberalen Mainstreams

An der sozialen Integrität des Volkes zerren im Wesentlichen zwei Kräfte: erstens die raffgierigen Blüten des globalisierten Kapitalismus, dazu mehr z.B. HIER. Zweitens die linksliberale Meinungsmache in Medien, Bildungswesen, Kulturpolitik und -geschehen. Alt-68er und im Multikulti-Geist Herangewachsene sitzen in Meinungsmultiplikator-Positionen in Redaktionen, Intendanturen, Behörden und wissenschaftlichen Instituten. Sie verbreiten ein Gedankengut, das geprägt ist von einem radikalen Individualismus und der Emanzipation des Menschen von jeglicher sozialen und kulturellen Bindung. In den Zeitungen liest man es, im Radio und im Fernsehen hört und sieht man es, auch auf den öffentlich-rechtlichen Sendern. An den Schulen wird die Jugend maßgeblich in ihrem Geiste erzogen. Das Kulturgeschehen ist davon geprägt. Man liest es in der Literatur, sieht es im Theater und auf künstlerischen Ausstellungen. Allenthalben werden soziale Werte in Frage gestellt, oftmals  auch regelrecht durch den Dreck gezogen. Weiterlesen

Zitat zum Sonntag: Was ist liberal?

„Liberal ist wer von allen Seiten und nach allen Richtungen wie von selbst frei ist und in seiner ganzen Menschheit wirkt; wer alles, was handelt, ist und wird, nach dem Maß seiner Kraft heilig hält, und an allem Leben Anteil nimmt, ohne sich durch beschränkte Ansichten zum Haß oder zur Geringschätzung desselben verführen zu lassen.“

Friedrich Schlegel: Athenäums-Fragmente, 1798.

Zitat zum Sonntag: der Weltschmerz eines Kulturpessimisten

„Wie leide ich an allem Schlechten meiner Zeit. Wenn ich eine alte Frau  sorgenvoll in einen Laden treten oder im Schaufenster die Waren mustern oder  Geld zählen sehe, ergreift mich ein so fürchterliches Mitleid, daß ich mir sage,  du hast nicht das Recht am Leben zu bleiben, du müßtest alles hingeben und  diesen armen, vom Leben gebrochenen Leuten noch dienen. Ich weiß, warum ich  imstande bin, die geheimsten Gefühle der Gegenwart zu verstehen. Mir ist nichts fremd.“

Oswald Spengler: Eis heauton.