Wenn die innerparteiliche Opposition unbequemer wird als die offizielle „Opposition“

nnerhalb der etablierten Parteien dominieren die etablierten Dekonstrukteure der deutschen Identität, der nationalen Solidarität und schließlich der Gesellschaftsintegrität. Dennoch gibt es innerhalb dieser Parteien und auch anderer Institutionen der Medien, Bildung und Wirtschaft Einzelne und kleine Gruppen, die sich in einem Loyalitätskonflikt mit der Parteiführung befinden. Als Beispiele sind Frank Schäffler (FDP) und Klaus-Peter Willsch (CDU) zu nennen, die als im Grunde liberale bzw. konservative Politiker zu ihren Parteien stehen, die heutigen Auswüchse der hohen Politik konkret in Bezug auf die Euro- und Schuldenpolitik der Bundesregierung jedoch nicht mehr mittragen wollen.

Das Groteske an der gegenwärtigen Situation ist, dass sich diese tatsächliche Opposition innerhalb der Regierungsparteien befindet, während die angebliche „Opposition“ im Bundestag (teilweise mit Ausnahme der Linkspartei) mit der Stoßrichtung der Politik der Regierung mehr als einverstanden ist. Darüber können Scheingefechte zwischen Regierung und „Opposition“ wie um die Verlängerung der Zahlungsfristen für Griechenland nicht hinwegtäuschen. Sie dienen lediglich dazu, den oberflächlichen Eindruck von demokratischen Zuständen zu erwecken und den im Grunde eine Einheitspolitik betreibenden verschiedenen Parteien eine Daseinsberechtigung zu verleihen.

Ein großes Problem besteht nun darin, dass die große Mehrheit der Wähler keine Möglichkeit hat, gezielt die oppositionellen Kräfte innerhalb der etablierten Parteien zu stärken. Dies vermögen lediglich die Wähler im Wahlkreis dieser Einzelnen mit ihrer Erststimme. Solange keine Parteien wahrhaft oppositionellen Parteien nennenswert Macht gewinnen, bleiben diese prinzipientreuen, ehrwürdigen Politiker in den etablierten Parteien machtlose Glücksfälle. Dies wird sich jedoch nicht ändern, so lange die Medien anderen Parteien keine Plattform bieten. Und dies wird so lange so sein, wie die Medien von Dekonstrukteuren und Handlangern der Bosse aus Politik und Wirtschaft geleitet werden.

Quelle:

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1860070/

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Über Reisig

Reisig erblickte 1983 in der Pfalz das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Abitur führte ihn die Bereitschaft, seinen Dienst an der Gemeinschaft zu tun, zur Bundeswehr, wo er seinen Grundwehrdienst leistete. In den folgenden Jahren studierte er ein naturwissenschaftliches Fach. Während des Studiums engagierte sich Reisig einige Zeit in der politischen Linken. Dies ergab sich ihm aus seiner Ablehnung eines unreflektierten Untertanengeistes und der wirtschaftlichen Ausbeutung des unmündigen Bürgers. Dabei galt ihm stets das Wohl des deutschen Volkes als höchstes Ziel. Die Erkenntnis, dass weite Teile der Linken dieses Ziel nicht teilen wollen und dass er nunmehr keine faulen Kompromisse mehr machen wollen würde, ließ Reisig vom gesamten etablierten Parteienwesen Abstand nehmen. Eine neue politische Heimat fand Reisig bei den Jungdeutschen. Er hat an einer deutschen Universität in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und lebt heute in Süddeutschland.

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