Mohammed-Schmähfilm – Teil 2: Der Umgang mit der Freiheit im Kulturkampf

Zum 1. Teil hier klicken.

Im Moment wird diesen „ungezogenen Kindern aus dem 7. Jahrhundert“ (Broder) wieder mit der „Verständnis“-Methode begegnet. Ich weiß aus der Jugendarbeit: Das hilft für einen Moment. Danach geht es wieder weiter mit Randalen und Ungezogenheiten. Es muss klare Regeln und gerechte Konsequenzen geben. Gerade im eigenen Land, hier bei uns.
Die Logik, die jetzt die Etablierten bei der Verteidigung der Freiheit verwenden und die auch einen Kern der Vorstellung von einer multikulturellen Gesellschaft ausmacht, ist, dass wenn wir genug von unserem eigenem Wesen aufgeben, den Anderen motivieren das Gleiche zu tun, damit aus diesem Leerraum etwas Neues, Individuelles und damit Freieres entsteht: eine offene Gesellschaft. (noch ca. 650 Wörter)

Diese offene Gesellschaft verteidigt diesen „leeren“ Zustand gegen alles, das ihn schließen möchte. Beispiel: Die Kopftuchträgerin wird gezwungen, ihr Kopftuch abzunehmen und die Blondierte wird gezwungen, ein Kopftuch zu tragen. Davon haben die beiden Frauen irgendwann genug, stürzen die Unterdrücker und begründen eine Verfassung, in der festgelegt wird, das jeder nur das machen soll, was er auch will. Sein Wollen wird nur da beschnitten, wo es die Freiheit gefährden könnte. So schön die Theorie.
Denn was ist, wenn die Blondierte die Unterdrückung der Kopftuchträgerin unterstützt? Oder umgekehrt? Das führt uns zu einem Grundfehler von Zivilisation und Demokratie.

Ich schimpfe viel auf die westliche Zivilisation und Demokratie, weil sie einige Macken hat, die zur Zeit einfach ignoriert werden. Insbesondere, dass der universalistische Anspruch die kulturelle bzw. nationale Ebene einfach ignoriert, was kurzfristig irre ist, weil kein universelles Recht für den lokalen Menschen nachvollziehbar wird, sondern ihn sogar übergeht, da es ja eine universelle, endgültige Lebensform vor Augen hat. Dies führt zur brutalen Ablehnung der Tradition. Wir erleben das gerade wieder in Form der EU.  Man huldigt der Moderne, dem Fortschritt und vor allem der Revolution. Die Revolution als kurzes Weltgericht, das allen Missstand, den der Fortschritt oder die Tradition brachte, hinwegfegt, damit hoffnungsvoll eine paradiesische Nachwelt folgen kann. Diese Hoffnung hatte man auch in den „Arabischen Frühling“ gesetzt, doch vielerorts scheint nun genau das Gegenteil zu passieren, anstatt Aufklärung zieht der islamische Fanatismus ein.

Was für Schlüsse kann man daraus ziehen?
Entscheidend ist, Moderne und Tradition nicht einfach gegeneinander auszuspielen. Es muss darum gehen beides zu verbinden. Dies wird entscheidend, wenn wir darüber entscheiden, wie Europa sich jetzt verhalten soll.

Also, für den einen ist es Freiheit, wenn er am Tag fünf mal beten darf, für den anderen nicht. Die eine will das Kopftuch, die andere sich blondieren. Freiheit heißt also, Wahlmöglichkeiten zu ermöglichen. Spannend ist nur, ob eine Wahl dann auch gehalten werden darf? Und hier scheitert die radikale „offene Gesellschaft“, ohne Tradition, ohne das Erhalten eines Wesenskerns, der alle verbindet. Denn sie ersäuft in ihrer Vielheit und Substanzlosigkeit. Wer Gewalt anwendet oder Angst schürt, hat es einfach, sich in diesem Verhältnis Macht zu sichern. Wichtige Beispiele sind Somalia und manche afrikanische Länder vor einigen Jahren. Aber auch der Pausenhof oder die Nachbarschaft können sich in den Grundzügen solchen „freien“ Zuständen anpassen. Freiheit ist hier das brutale Chaos, gewalttätige Anarchie. Wie kann man dieser entgehen?

Wie erhalten wir diesen „Wesenskern“, der die Menschen verbindet, in ihren Grundbedürfnissen befriedigt und dadurch handlungsfähig hält? In unserem Kulturkampf-Beispiel „Westen gegen durchgeknallte Muslime“ wären ein paar Punkte angeraten:

Grundsätzlich sollten die europäisch- (sprich germanisch, romanisch, slawisch etc.) christlich-aufgeklärten bzw. arabisch-islamischen Wesenskerne bei der Bewahrung und weiteren Ausformung der nationalen Identitäten im Stamm-Gebiet anerkannt werden, um stabile Räume für Freiheitsrechte zu schaffen. Für Europa heißt das, die Jahrtausende alten Kulturnationen als Grundlage zu nehmen, anstatt sich für einen universellen Leerraum zu halten, der förmlich danach schreit, kolonialisiert zu werden. Dazu gehören auch die Akzeptanz einer gewissen traditionellen Lebensformen, als Grundstock, um Freiheit zu ermöglichen.
Für den arabisch-islamischen Raum: eigentlich genau das Gegenteil. Mehr Aufklärung und mehr Kampf gegen die „Herrschaft der Vergangenheit“. Was nicht heißt, dass sie ihre Vergangenheit verachten sollen, denn die ist eigentlich reich. Nur ist sie national, kulturell zu erkunden und nicht unter dem geistigen Auge Mohammeds! Vielleicht halten die Abläufe in Libyen an, in denen man die Kasernen mancher Islamisten-Milizen stürmte, weil man nicht den einen Despoten durch einen anderen ersetzt sehen möchte.
Haben wir diese nationale Basis, kann daraus das allgemein verbindliche Menschenrecht wachsen, anstatt dass es von außen – deswegen fremd und nicht nachvollziehbar – aufdiktiert wird.

So kommen wir von einem so beschissenen Video zum großen Ganzen. Diese Abhandlung war nur ein Versuch, aber ich hoffe, vielleicht einige Anreize und Denkanstöße damit geben zu können. Soll das Video im islamischen Raum verboten werden! Bei uns wird man es weiter ansehen und dabei hoffentlich Gottes Größe erkennen, wenn man sich soviel menschlichen Schwachsinn antut. Hauptsache, es stirbt wegen so eines Mists niemand mehr oder entblödet sich vollends.

Quellen:

http://www.bild.de/politik/inland/integration/buergermeister-neukoelln-heinz-buschkowsky-26224140.bild.html
http://www.welt.de/themen/islamismus/2/
http://www.welt.de/debatte/article109259035/Vermeintlicher-Volkszorn-ist-Salafisten-Aktion.html
http://www.welt.de/themen/islamismus/2/
http://www.welt.de/politik/ausland/article109397467/Demonstranten-stuermen-Islamisten-Kaserne.html

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