Was haben uns die Nationalrevolutionäre der Weimarer Republik heute noch zu sagen?

Es gab eine Zeit, in der sich „Rechte“ und „Linke“ auf deutschen Straßen die Schädel einschlugen, wovon die Demos und Gegendemos unter Polizeischutz heutiger Tage nur ein müder Abklatsch sind (das soll hier nicht glorifiziert werden, aber es war nun mal so). Weimar ist aber nicht nur die Zeit des Widerstreits zwischen Nationalsozialisten und Kommunisten. Von der Öffentlichkeit wesentlich weniger beachtet und ein Dasein zwischen den Stühlen der politischen Extreme führend (und zwar nicht in der „Mitte“!), gab es auch einige Gruppen, die dem revolutionären Nationalismus bzw. dem Nationalbolschewismus zugerechnet werden. Greifen wir ein Positionspapier der „Gruppe Sozialrevolutionärer Nationalisten“ (GSRN) heraus, verfasst von Karl Otto Paetel im Jahre 1933. Es kam zu spät, denn das Jahr 1933, die Machtergreifung Hitlers, rückte alle Ziele einer anderen nationalen Zukunft Deutschlands als der der Nazis in weite Ferne. Auch in der NSDAP hatte es Sozialisten gegeben, die meisten von ihren waren jedoch bereits 1930 demonstrativ ausgetreten. Das Spannungsfeld des revolutionären Nationalismus bewegte sich zwischen dem Widerstand gegen die wirtschaftliche Knechtung und Ausbeutung Deutschlands in Folge des Versailler Vertrages, hinter dem man durchaus zu Recht die Interessen des transnationalen Großkapitals ausmachte, und der Vision eines deutschen Sozialismus unter Erhaltung der Nation. Was man auch immer vom Sozialismus halten mag, stellt sich die Frage: Was lässt sich heute noch mit diesem Dokument mit dem Titel „Weshalb nicht KPD?“ beginnen? Weiterlesen

„Der Volksfront von Judäa“-Effekt und die politische Landschaft in Deutschland

Mittlerweile dürften es einige mitbekommen haben: Vor einer Woche hat die „zwischentag“-Messe der „neurechten Elite“ in Berlin mit verhältnismäßig großer Beteiligung stattgefunden. Otto-Normal-Bürger hat davon dank dem rbb in verzerrter Weise in einem 10-minütigen Video erfahren, über das sich der Veranstalter der Messe Götz Kubitschek enttäuscht äußern musste. Der Blog „Projekt Ernstfall“ entschlüsselte dazu noch die „Sprache der Propaganda“ dieser Sendung. Der Rest wird vor allem von einer Diskussion – es war eher ein monologischer Meinungsaustausch – zwischen Dr. Karlheinz Weißmann und Michael Stürzenberger erfahren haben, der in der letzten Woche ausgiebig auf einschlägigen Blöggen diskutiert wurde.  Da sich nun schon wieder ein „Volksfront von Judäa“-Effekt einstellt, hier nun mein Kommentar. Weiterlesen

Zitat zum Sonntag: „Antirassistische“, verlogene Kinderbücher

„… Man könnte solche Skurrilitäten der Political Correctness auf sich beruhen lassen und die Letztere mit dem Hinweis kontern, dass in afrikanischen Märchen ja auch keine Eskimos vorkommen, aber das führte an den eigentlichen Intentionen der Rassismus-Fahnder und an ihrer Rolle als Teil eines Ganzen vorbei. Ihnen geht es letztlich um die moralische Anschwärzung der Geschichte zum Zwecke eigener Diskursherrschaft. Heute hat sich in der westlichen Welt ein Geist ausgebreitet, der die Vergangenheit als etwas Falsches und zu Überwindendes betrachtet. Aus dieser Warte ist die Historie eine Abfolge von Schlechtigkeiten: Klassenherrschaft, Patriarchat, Rassismus, Frauen-, Homosexuellen-, Minderheitenunterdrückung und, was Deutschland angeht, alles pfeilgerade ins Dritte Reich mündend. Also weg damit!  Unangenehm an solcher nachträglichen Unwertsetzung ist allemal, dass sie von ihrer eigenen historischen Zwischenstufenhaftigkeit und somit Relativität nichts wissen will, sondern sich als zensurvorschlagsbefugte finale Weisheit ausgibt.Die genannten Kinderbücher bilden nun einmal die Zeit ihrer Entstehung mit ab, und das werden sie schon halbwegs korrekt tun. Geschichte ist eben passiert, Zustände haben geherrscht, die Entwicklungs- und Mentalitätsunterschiede zwischen den Völkern und Rassen waren und sind gravierend und werden es noch lange sein. Völkerstereotype sind Veranschaulichungen und haben einen rationalen Kern, den man auch mit einem Augenzwinkern betrachten kann.

… Diese Art Nächsten- oder besser Fernstenliebe ersetzt Rassismus einfach durch Verlogenheit.“

Michael Klonovsky, Pädagogische Geschichtsklitterung, Focus39/2012, S. 113 oder [ungekürzt] unter www.michael-klonovsky.de/content/view/164/42/ 

Was für ein (Mani-)Fest!

Michael Paulwitz hat für die aktuelle Ausgabe (Die 1000ste! Glückwunsch) der Jungen Freiheit ein „Manifest für die Zukunft Deutschlands im 21. Jahrhundert“ verfasst, das wir dermaßen teilen, dass wir es aller Welt mitteilen müssen – jedoch mit der Anmerkung, dass dort eigentlich Selbstverständlichkeiten beschrieben werden, mit denen man „ins 21. Jahrhundert“ starten  und sie nicht erst erreichen müssen sollte. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden wohl mehr brauchen, als dort geschildert wird, um überwunden zu werden.

1     Deutschland ist der Staat der Deutschen. Seine Räson ist die innere und äußere Souveränität der Nation, des politisch organisierten Volkes. Politiker und Beamte sollen erste Diener des Staates sein. Ihr Auftrag ist, den Fortbestand von…
Weiterlesen bei der JF.

Zweifelhafter Friedensnobelpreis für die EU

Das norwegische Nobelpreiskomitee hat entschieden, den diesjährigen Friedenspreis ausgerechnet der Europäischen Union zu verleihen. Nachdem bereits die Nobelpreisverleihung an den US-amerikanischen Präsidenten Obama zu Beginn seiner Amtszeit umstritten gewesen war, lässt sich auch über diese Verleihung trefflich streiten. Die EU wird mit dem Preis für ihren Beitrag zur friedlichen Entwicklung in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg geehrt. Sicherlich, die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den europäischen Staaten haben dazu beigetragen, dass es nicht mehr zu einem großen Krieg auf dem Kontinent kam. Dies war jedoch auch der Blockbildung zwischen Ost und West zu verdanken. Nach 1990 bestimmt immer noch die Hegemonie der USA in der Nato die internationalen Machtverhältnisse.

Es ist offensichtlich, dass die antieuropäische Stimmung angesichts der Zerstörung der griechischen Infrastruktur und Sozialsysteme und der um sich greifenden Schuldenkrise gekippt werden soll. Weiterlesen

„Rassismus. Rassismus überall.“ Teil 2: „Sondersendung“

Für den „Tag der Deutschen Einheit“ hatten sich die Redakteure des „Klub konkret“ auf „Eins plus“ wohl überlegt, wo man an der Einheit der Deutschen noch etwas feilen könnte. Da an diesem Tag auch von muslimischen Verbänden der „Tag der offenen Moschee“ ausgerufen wurde, schien es wohl passend, eine Sondersendung dafür zu machen und dieser so in der Kritik stehenden „Minderheit“, die mal zu Deutschland gehört und mal nicht, zur Seite zur springen.
Das Ergebnis ist eine Sendung (YouTube) im Schön-Wetter-Berichterstattungs-Stil, in dem alle Widersprüche durch zombiehafte Moderation übergangen, Probleme nur als fernes Donnergrollen zu vernehmen und die Welt von einem Studio-Gast erklärt wurde, die faktisch doch noch einmal ihren Zeit-Artikel vortragen durfte, den ich an anderer Stelle schon kritisiert hatte. Dadurch gewinnt man wieder den Eindruck einer gleichgeschalteten Medienlandschaft bei diesem unliebsamen Thema. Es geht um Kübra Gümüsay – nicht die Person, denn die kenne ich nicht – sondern die Äußerungen einer handpuppenartigen Erscheinung, die in den Medien auftaucht. Diese Erscheinung hat am Ende der Sendung gesagt, dass Kritik immer erlaubt sein soll, wenn sie konstruktiv gemeint, für ein positives Miteinander ist und zu allgemeinen Verbesserungen beiträgt. Weil die Jungdeutschen nichts anderes wollen, bitte schön: Weiterlesen