Zweifelhafter Friedensnobelpreis für die EU

Das norwegische Nobelpreiskomitee hat entschieden, den diesjährigen Friedenspreis ausgerechnet der Europäischen Union zu verleihen. Nachdem bereits die Nobelpreisverleihung an den US-amerikanischen Präsidenten Obama zu Beginn seiner Amtszeit umstritten gewesen war, lässt sich auch über diese Verleihung trefflich streiten. Die EU wird mit dem Preis für ihren Beitrag zur friedlichen Entwicklung in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg geehrt. Sicherlich, die engen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den europäischen Staaten haben dazu beigetragen, dass es nicht mehr zu einem großen Krieg auf dem Kontinent kam. Dies war jedoch auch der Blockbildung zwischen Ost und West zu verdanken. Nach 1990 bestimmt immer noch die Hegemonie der USA in der Nato die internationalen Machtverhältnisse.

Es ist offensichtlich, dass die antieuropäische Stimmung angesichts der Zerstörung der griechischen Infrastruktur und Sozialsysteme und der um sich greifenden Schuldenkrise gekippt werden soll.

Der Präsident der EU-Kommission Barroso betonte, dass jeder Europäer ein bisschen mit ausgezeichnet wurde. Das lässt vermuten, dass die Solidarität mit dem griechischen Volk angesichts seiner Auspressung reduziert werden soll. Wir sollen glauben, das sei alles alternativlos und nur zum Besten Europas. Dumm nur, dass es zum Besten derjenigen ist, die sich selbst für die Besten halten, und zwar die Großkapitalisten und ihre Handlanger in Politik, Medien und Kultur, sonst für niemanden.

Außerdem spricht es nicht gerade für Norwegen, dass das Land, dessen Volk zweimal den Beitritt zur EU abgelehnt hatte, ein Nobelpreiskomitee hervorbringt, das diese EU auszeichnet. Das zeugt nicht gerade von Demokratiebewusstsein und offenbart, wie tief die Juroren bereits in die Fänge der Eurokraten gelangt sind. Es besteht die Gefahr, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis nach entsprechender propagandistischer Bearbeitung des norwegischen Volkes die nächste Abstimmung zu Gunsten eines EU-Beitritts ausfallen gelassen wird.

Was das scheinheilige Thema EU und Menschenrechte betrifft, lesen Sie bitte HIER weiter.

Eine interessante Frage bleibt uns noch: Welches Schuldenloch wird bloß mit dem Preisgeld gestopft werden?

Quelle:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/friedensnobelpreis-geht-an-eu-a-860905.html

Advertisements
Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Europa und verschlagwortet mit , , , , von Reisig. Permanentlink.

Über Reisig

Reisig erblickte 1983 in der Pfalz das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Abitur führte ihn die Bereitschaft, seinen Dienst an der Gemeinschaft zu tun, zur Bundeswehr, wo er seinen Grundwehrdienst leistete. In den folgenden Jahren studierte er ein naturwissenschaftliches Fach. Während des Studiums engagierte sich Reisig einige Zeit in der politischen Linken. Dies ergab sich ihm aus seiner Ablehnung eines unreflektierten Untertanengeistes und der wirtschaftlichen Ausbeutung des unmündigen Bürgers. Dabei galt ihm stets das Wohl des deutschen Volkes als höchstes Ziel. Die Erkenntnis, dass weite Teile der Linken dieses Ziel nicht teilen wollen und dass er nunmehr keine faulen Kompromisse mehr machen wollen würde, ließ Reisig vom gesamten etablierten Parteienwesen Abstand nehmen. Eine neue politische Heimat fand Reisig bei den Jungdeutschen. Er hat an einer deutschen Universität in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und lebt heute in Süddeutschland.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s