Nichts dazugelernt: Jetzt ist Mali dran

Es scheint absehbar, dass sich der nächste NATO-Krieg nicht gegen den Iran oder Nordkorea wenden wird, sondern in Mali stattfinden wird. Das Schema ist nicht überraschend und erinnert an den Fall Afghanistan: Man fängt ganz harmlos mit einer Ausbildungsmission an, muss früher oder später aber leider doch zu den Waffen greifen. Dabei führt man jedoch keinen richtigen Krieg, sondern unterstützt nur die Regierung gegen islamistische Rebellen, die natürlich mit Al-Kaida unter einer Decke stecken. Diese sollen jetzt passenderweise auch noch Waffen von Gaddhafi haben. Wer weiß, da lässt sich bestimmt die eine oder andere Massenvernichtungswaffe darunter vermuten. Im Irak war ebenfalls  die Rede davon und auch dort ist alles andere als Ruhe eingekehrt.

Der Unterschied zwischen einem kleinen Kind und unseren Politikern besteht darin, dass das Kind, nachdem es sich am Herd die Finger verbrannt hat, nicht mehr danach greift. Diesmal wird es schon gutgehen, klar…

Wieder werden sich linksliberale Moralapostel zur Befreiung der Frau aufgerufen fühlen, bevor überhaupt genügend Straßen und Brunnen gebaut sind, um die Einheimischen von unserer guten Absicht zu überzeugen. Wieder wird sich das Volk aufgerufen fühlen, gegen die Besatzer aufzustehen, und die Islamisten unterstützen, auch wenn sie grausam sind, denn sie sorgen wenigstens irgendwie für Ruhe und Ordnung. Wieder werden Zinksärge mit Gefallenen in die Heimat fliegen. Wieder wird man irgendwann eingestehen müssen, dass es nichts bringt. Aber man wird immer weitermachen. Man wird immer dem Islamismus einen Grund liefern, sein Angriffsziel zu sein. Immer wieder werden die Rüstungsindustrie und die Bauindustrie vom Sterben anderer profitieren. Denn wenn man einmal aufhört und sich auf die Dinge konzentriert, die wirklich vor einem liegen und die einem nicht von der anderen Seite des Atlantiks her vorgegeben werden, dann würde das Volk merken, dass es gegen Windmühlen anrennt und auf diejenigen verzichten kann, die es dazu anstacheln.

Quelle:

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2012-10/bundeswehr-mali-einsatz-ausbildung

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Über Reisig

Reisig erblickte 1983 in der Pfalz das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Abitur führte ihn die Bereitschaft, seinen Dienst an der Gemeinschaft zu tun, zur Bundeswehr, wo er seinen Grundwehrdienst leistete. In den folgenden Jahren studierte er ein naturwissenschaftliches Fach. Während des Studiums engagierte sich Reisig einige Zeit in der politischen Linken. Dies ergab sich ihm aus seiner Ablehnung eines unreflektierten Untertanengeistes und der wirtschaftlichen Ausbeutung des unmündigen Bürgers. Dabei galt ihm stets das Wohl des deutschen Volkes als höchstes Ziel. Die Erkenntnis, dass weite Teile der Linken dieses Ziel nicht teilen wollen und dass er nunmehr keine faulen Kompromisse mehr machen wollen würde, ließ Reisig vom gesamten etablierten Parteienwesen Abstand nehmen. Eine neue politische Heimat fand Reisig bei den Jungdeutschen. Er hat an einer deutschen Universität in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und lebt heute in Süddeutschland.

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