Einen schönen letzten Tag im Jahr 2012!

Da der Weltuntergang 2012 ausblieb, können wir gespannt ins Jahr 2013 blicken. Denn die Entwicklungen, die dieses Jahr angestoßen wurden oder weiter schwelten (stetige EU-Krise, in Ägypten wird aus dem „arabischen Frühling“ „Herbst“, der Krieg in Syrien hält an – ohne nennenswerte Reaktion im Ausland, Ausverkauf der deutschen Demokratie nach Brüssel, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Verfall in Europa, leichtes Chaos in den USA, weitere erzwunge Umgestaltung der deutschen Kultur und des deutschen Volkes, eine gespannte Ruhe in Deutschland, kleine identitäre Fünkchen flackern in Europa auf,… ), versprechen einiges Potential zu haben.

Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern einen guten Rutsch ins und ein gutes Jahr 2013!Feuerwerk

Weihnachten, Julfest und Wintersonnenwende

kerzeDie Weihnachtszeit kann uns zur Besinnung kommen lassen, über uns selbst, unsere Mitmenschen und alle anderen Fassetten unserer Umwelt. Wenn wir nicht gerade jeden Abend vor dem Fernseher oder Computerbildschirm sitzen, sondern auch einmal bewusst in Wald und Feld spazieren gehen und mit offenen Augen Himmel und Erde begreifen, können wir zu unserer mehr oder weniger verschütteten Verbindung mit der Natur zurückfinden. Wir stellen dann fest, dass die Nächte länger geworden sind, dass man mitunter im Dunkeln zur Arbeit fuhr und abends im Dunkeln nach Hause kam. Seit dem 21. Dezember ist dies anders, denn an diesem Tag spielte sich nicht nur der vermeintliche Weltuntergang oder Besuch von Außerirdischen ab, sondern er ist auch der Tag der Wintersonnenwende. Es ist schade, dass sich im Gegensatz zum Thema des Maya-Kalenders kaum noch jemand dessen bewusst ist, dass dieses wichtige Naturereignis ebenfalls auf dieses Datum gefallen ist. Danach werden die Tage wieder länger und ein sprichwörtliches Aufatmen geht durch Wald und Flur. Es tut gut, einfach mal in die Natur hinauszugehen, tief durchzuatmen, zur Ruhe zu kommen und dem nachzuspüren. Weiterlesen

Wenn an Weihnachten die Waffen schweigen

HistorischesZwischen Schlamm, Schnee, Blei und Blut geschah zur Weihnachtszeit des Jahres 1914 etwas Erstaunliches: Offenbar ohne Befehl von oben legten an weiten Teilen der Westfront deutsche und britische Soldaten die Waffen nieder. Wer eben noch aufeinander geschossen hatte, sang nun gemeinsam Weihnachtslieder und spielte Fußball oder Karten. Eine unglaubliche Begebenheit, deren Entstehung heute kaum noch zu rekonstruieren ist – und doch ist sie vielfach von teilnehmenden Soldaten dokumentiert worden. Ein britisches Projekt hat sich ihrer Erforschung angenommen.

Der Zauber aber war jäh vorüber und bald nahm die Materialschlacht in den Gräben eine nie da gewesene, mörderische Fahrt auf, die so eindringlich von Veteranen wie Ernst Jünger in „In Stahlgewittern“, von Erich Maria Remarque in „Im Westen nichts Neues“ und von Gustav Praclik in „Unter Stahlhelm und Fliegerhaube“ beschrieben wurde.

Quellen:

http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/847870

http://www.christmastruce.co.uk/index.html

Zitat (eher Interview) zum Sonntag

Als „Zitat zum Sonntag (Montag)“ bieten wir heute mal einen typischen „Deutschland = Pfui“-Artikel aus der ZEIT, die einen Wissenschaftler interviewt, der den Grimmschen Märchen alles Deutsche abspricht, nur weil diese „ausländische“ Wurzeln haben. Zum Artikel geht’s hier: „Gebrüder Grimm: Weder deutsch noch Volk.“ http://www.zeit.de/2012/50/Brueder-Grimm-Maerchen-Roelleke

Cundars Wortpresse

Unnötiger Mist-01„Unnötiger Mist“, geht mir manchmal durch den Kopf, wenn ich durch die Straßen ziehe und mir die Parolen, Aufkleber und Plakate irgendwelcher politischen Gruppierungen auffallen. Allerdings muss ich dann feststellen, dass sie damit ihren Zweck an mir schon erfüllt haben. Selten erfahre ich darin etwas Inhaltliches, Konstruktives; meist ist es einfach nur eine Art „Hier“-Ruf oder – das ist schlimmer, aber leider meistens der Fall – ein Gefühl der Ablehnung, das mich an das Gefühl erinnert, wenn ich den strengen Geruch eines Furzes, den jemand heimlich und still in einem mit Menschen gefüllten Raum losgelassen hat, rieche. Die „Hier“-Rufe sind berechtigt und mögen typisch für eine Massenkultur sein, aber die „Fürze“! Wenn zu viele Menschen diese Art des „Ideenaustausches“ betreiben, verpesten sie die ganze Öffentlichkeit.

Vermutlich waren es Antifaschisten, die in den letzten zwei Jahren zehnmal die Gedenktafel für gefallene Soldaten und Opfern von Bombenangriffen während des 2. Weltkrieges beschmiert…

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Die Geschichte der Gastarbeiter

HistorischesDas Thema der Integration von Migranten in Deutschland spielt heute in der öffentlichen Debatte eine große Rolle. Wie so oft lohnt sich auch hier, einen Blick in die Vergangenheit zu werfen, um die Hintergründe besser zu verstehen. In den 50er Jahren war bekanntlich in der BRD das „Wirtschaftswunder“ ausgebrochen. Oft wird der Marshallplan der USA hierfür herangezogen, der der westdeutschen Wirtschaft, aber auch in anderen westeuropäischen Ländern, Investitionen und Wachstum ermöglichte. Das zerbombte Deutschland wurde wieder aufgebaut, die Kohle um Ruhr und Saar befeuerte dies im wahrsten Sinne des Wortes. Hütten, Werke und Fabriken v.a. der Schwerindustrie schossen aus dem Boden. Die Politik tat ihr Übriges dazu; so vertrat Ludwig Erhard einseitig die Interessen des Großkapitals, indem er die Wirtschaft liberalisierte. Die Industriellen bekamen viele Aufträge, während die Arbeiter nicht nennenswert gewerkschaftlich organisiert waren. So stieg seitens der Industriellen die Nachfrage nach billigen, gering qualifizierten Arbeitskräften, die die hohe Produktion ermöglichen sollten. Tatsächlich war das enorme Wirtschaftswachstum der damaligen Jahre so groß, dass es nicht nur den Industriebossen die Taschen füllte, sondern sich auch in einem allgemeinen Anstieg des Wohlstandes der Westdeutschen niederschlug. Niemand fragte nach dem Sinn einer grenzenlosen Produktion. So kam es, dass viele deutsche Arbeiter bald nicht mehr bereit waren, die letzte Drecksarbeit zu verrichten und die Bedeutung der Gewerkschaften zunahm, was sich in steigenden Löhnen und sinkendem Profit für die Kapitalisten niederschlug. Letztere hatten das Problem, dass sie nicht mehr so viel so billig produzieren konnten, wie sie es hätten absetzen können. Das „Wirtschaftswunder“ drohte ausgebremst zu werden.

Die Lösung des Problems der Produzenten bestand darin, zwischen 1955 und 1973 Anwerbeabkommen mit Ländern des Mittelmeerraumes abzuschließen, genauer mit Italien, Spanien, Portugal, Griechenland, Türkei, Jugoslawien, Tunesien und Marokko. Weiterlesen