80 Jahre Machtergreifung

HistorischesAm 30. Januar 1933 war ein Punkt in der politischen Entwicklung erreicht, der Deutschland tief bewegte. Wenige Jahre später sollte es in den Abgrund stürzen. An diesem 30. Januar ging für viele ein Traum in Erfüllung, für viele andere begann eine schreckliche Zeit: Reichspräsident von Hindenburg ernannte Adolf Hitler zum deutschen Reichskanzler. Dem war ein langwieriges Versagen der bürgerlichen Parteien unter den Kanzlern von Papen und von Schleicher vorausgegangen. Dennoch war die NSDAP weitgestehend mit legalen Mitteln an die Macht gelangt.
Viele glaubten an Hitler, weil er versprochen hatte, die tiefsitzende Schande von Versailles von 1919 zu tilgen und Deutschland wieder hoch aufzurichten. Viele Arbeiter glaubten an ihn, weil die NSDAP zumindest in den frühen Jahren eine antikapitalistische Haltung vertrat und vorgab, die Zinsknechtschaft brechen zu wollen. Aber auch viele Industrielle glaubten an Hitler, weil er ihnen große Rüstungsaufträge verhieß – die sie in der Tat auch bekamen. Allen sagte Hitler, was sie hören wollten, aber in der Praxis mussten viele enttäuscht werden. Und in der Folge starben Zahllose.
Auch heute noch haben wir mit den Auswirkungen der NS-Diktatur zu kämpfen. Der Ruf Deutschlands ist nachhaltig beschädigt, unsere Sprache in allen Lebensbereichen zurückgedrängt – global und zunehmend sogar hierzulande. Wer bekundet, dass er stolz ist, Deutscher zu sein, wird sofort schief angesehen und unter Naziverdacht gestellt. Viele Deutsche schleppen ein ungesundes Minderwertigkeitsgefühl mit sich herum, biedern sich nach Kräften dem angloamerikanischen Kulturimperialismus an und scheinen fast schon Migranten um ihre fremde Herkunft zu beneiden. Wer sich aufgibt, hat schon verloren. So kann es also nicht weitergehen, sollen Deutschland, sein Wesen und seine Menschen nicht in den Orkus der Geschichte verschwinden. Besinnen wir uns also am Jahrestag der Machtergreifung darauf, dass es eine Zeit gab, da wertvolle Dinge noch nicht besudelt waren. Besudelte Dinge kann man neu entdecken und sie wieder heiligen.

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Über Reisig

Reisig erblickte 1983 in der Pfalz das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Abitur führte ihn die Bereitschaft, seinen Dienst an der Gemeinschaft zu tun, zur Bundeswehr, wo er seinen Grundwehrdienst leistete. In den folgenden Jahren studierte er ein naturwissenschaftliches Fach. Während des Studiums engagierte sich Reisig einige Zeit in der politischen Linken. Dies ergab sich ihm aus seiner Ablehnung eines unreflektierten Untertanengeistes und der wirtschaftlichen Ausbeutung des unmündigen Bürgers. Dabei galt ihm stets das Wohl des deutschen Volkes als höchstes Ziel. Die Erkenntnis, dass weite Teile der Linken dieses Ziel nicht teilen wollen und dass er nunmehr keine faulen Kompromisse mehr machen wollen würde, ließ Reisig vom gesamten etablierten Parteienwesen Abstand nehmen. Eine neue politische Heimat fand Reisig bei den Jungdeutschen. Er hat an einer deutschen Universität in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und lebt heute in Süddeutschland.

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