„Typisch deutsche Mädels“

FundstueckeDie Vorführdame („das Model“) Maike hat sich bei der sehr populären Fernsehsendung „Germany’s Next Topmodel“ eine Aussage erlaubt, die ihr Rassismus-Vorwürfe einbringt und für Verstimmung bei ihren Konkurrentinnen sowie bei den Medien sorgt. GMX berichtet, sie habe anlässlich ihrer Bewerbung für die Teilnahme an einer Opel-Werbung gesagt:
Die suchen ganz typisch deutsche Mädels, weil’s eine deutsche Automarke ist. Die wollen das Auto doch gut verkaufen …
Man muss der Dame eine gewisse Naivität vorhalten, da Opel seit 1929 zu General Motors gehört. So viel zum Thema deutsche Automarke. Abgesehen davon wirbt eine Automarke mit Bildern, die bei der jeweils angepeilten Zielgruppe am besten wirken sollten. Je nachdem, wo die Autos verkauft werden sollen, kann es den größten Absatz bringen, mit einem nordischen Gesicht oder lateinamerikanischen Assoziationen zu werben. Weithin sind sicherlich blonde Frauen gerne gesehen, so in Südeuropa, wo diese Haarfarbe selten ist.
An Maikes Aussage ist nichts Rassistisches. Sie stellt eine Vermutung über die Werbestrategie eines Autoherstellers an. Sie sagt nicht, dass „typisch deutsche Mädels“ als Menschen irgendwie hochwertiger seien als andere. In einer speziellen Marktsituation mögen sie den Verkauf von Autos begünstigen.
Das ist alles.
Spekulationen, die darüber hinausgehen, zeugen von einem verkrampften Verhältnis zur eigenen Identität.

Quelle:

http://www.gmx.net/themen/tv/shows/28acd6w-rassismus-eklat-gntm#.focus.Rassismus-Eklat%20bei%20GNTM.229.728

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Über Reisig

Reisig erblickte 1983 in der Pfalz das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Abitur führte ihn die Bereitschaft, seinen Dienst an der Gemeinschaft zu tun, zur Bundeswehr, wo er seinen Grundwehrdienst leistete. In den folgenden Jahren studierte er ein naturwissenschaftliches Fach. Während des Studiums engagierte sich Reisig einige Zeit in der politischen Linken. Dies ergab sich ihm aus seiner Ablehnung eines unreflektierten Untertanengeistes und der wirtschaftlichen Ausbeutung des unmündigen Bürgers. Dabei galt ihm stets das Wohl des deutschen Volkes als höchstes Ziel. Die Erkenntnis, dass weite Teile der Linken dieses Ziel nicht teilen wollen und dass er nunmehr keine faulen Kompromisse mehr machen wollen würde, ließ Reisig vom gesamten etablierten Parteienwesen Abstand nehmen. Eine neue politische Heimat fand Reisig bei den Jungdeutschen. Er hat an einer deutschen Universität in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und lebt heute in Süddeutschland.

2 Gedanken zu „„Typisch deutsche Mädels“

  1. Opel ist eine deutsche Automarke.
    Alle großen deutschen Firmen gehören heute mehrheitlich internationalen Konzernen, dennoch kann man sie als deutsche Firmen bzw. Marken bezeichnen, und im Ausland werden sie auch als solche angesehen.

    • Die Menschen ordnen große Konzerne Nationen zu, wie sie es früher begründeterweise taten, als es wirklich noch Unternehmen auf nationaler Ebene waren. Wenn wir an dieser Vorstellung festhalten, erhalten wir in den Völkern ein verkehrtes Bild der internationalen Wirtschaftsverflechtungen und Machtverhältnisse aufrecht. Statt dessen erachte ich es als sinnvoller, den transnationalen Charakter großer Konzerne und somit ihre Distanz zu nationalen Identitäten zu betonen. Denn wer seinen Bezug zur Nation aufgegeben hat, verdient auch keine nationale Solidarität mehr.

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