Am Siedepunkt? Kommentar zu Stockholm-Krawallen, Soldaten-Mord in London und Selbstmord im Notre-Dame

Cundars Wortpresse

Wenn das Wasser im Topf zu sieden beginnt, wird es unruhig, schmerzhaft heiß und gefährlich für die Umgebung, da er überkochen kann. Drei Dinge sind geschehen die, in ihrer Summe und eingereiht in ähnliche Fälle die in letzter Zeit passiert sind, darauf hinweisen das wir auf den Siedepunkt zusteuern.

In Stockholm randalieren schon wieder „Immigranten und Asylanten“, bestimmte Bewohner eines Viertels, seit drei Tagen. In London wird ein Soldat unter „Allah Akhbar“-Rufen auf offener Straße zerstückelt. Im Notre- Dame schießt sich ein „Rechtsintellektueller“ aus Protest gegen die Homoehe und Islamisierung Frankreichs in den Kopf.

Man kann diese Dinge nicht einfach isoliert betrachten – nur für sich nehmen. In Europa passiert was.

Das es in Stockholm zu Randalen kommt – in einem Viertel das von 60 % Asylsuchenden und Immigranten bewohnt wird, wie auch in Paris und London – und unsere Medien erst jetzt darüber berichten – ist ein mahnendes Zeichen…

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„Bertelsmann Stiftung“ fordert die „Vereinigten Staaten von Europa“

EUDie Bertelsmann AG ist ein Schwergewicht unter den transnationalen Konzernen. Ihr gehören zahlreiche Zeitschriften, Fernsehsender (z.B. die RTL-Familie), Verlage und der „Outsourcing-Dienstleister“ Arvato einschließlich Marketingagenturen sowie Daten-, Finanz- und IT-Dienstleistungsunternehmen an. Die aus der Bertelsmann AG hervorgegangene Bertelsmann-Stiftung (die sich selbst denglisch „Bertelsmann Stiftung“ nennt) hält den Großteil der Aktien der Bertelsmann AG. Die Stiftung schreibt über sich selbst:

„Die Bertelsmann Stiftung setzt sich für das Gemeinwohl ein. Sie engagiert sich in den Bereichen Bildung, Wirtschaft und Soziales, Gesundheit sowie internationale Verständigung und fördert das friedliche Miteinander der Kulturen. Durch ihr gesellschaftliches Engagement will sie alle Bürgerinnen und Bürger ermutigen, sich ebenfalls für das Gemeinwohl einzusetzen. Die 1977 von Reinhard Mohn gegründete, gemeinnützige Einrichtung hält die Mehrheit der Kapitalanteile der Bertelsmann SE & Co. KGaA. Die Bertelsmann Stiftung arbeitet operativ und ist unabhängig vom Unternehmen sowie parteipolitisch neutral.“

Man könnte auch sagen, die Stiftung mache Politikberatung und verbreite auf diesem Wege eine Ideologie, die dem Unternehmen Bertelsmann AG nutzt: Neoliberalismus, Sozialabbau, Kommerzialisierung aller Lebensbereiche, Entwurzelung des Menschen, Studiengebühren, Bologna-Reform und „Outsourcing“ (Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen).
Bezeichnend für die Ideologie der Stiftung und die Interessen der AG ist ihre Haltung zur Zukunft Europas. In einer Pressemeldung der Bertelsmann-Stiftung vom 30.4.2013 ist zu lesen:

„Angesichts der zunehmenden Europa-Müdigkeit und der um sich greifenden Euro-Skepsis in den Mitgliedsstaaten setzt sich die Bertelsmann Stiftung dafür ein, die Vision der Vereinigten Staaten von Europa zu verwirklichen. ‚Um die Legitimationsdefizite zu beseitigen, muss die Währungsunion endlich zu einer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Wertegemeinschaft ausgebaut werden…‘.“ Weiterlesen

In Italien nichts Neues

EUIn Italien hat sich knapp zwei Monate nach der spektakulären Parlamentswahl ein ernüchterndes Ergebnis gezeigt: In der neuen Regierung sitzen mit den Sozialdemokraten (Demokratische Partei) und der Partei von Silvio Berlusconi (Volk der Freiheit) nur etablierte Kräfte. Obwohl die systemkritische Partei von Beppe Grillo namens 5-Sterne-Bewegung den größten Stimmenanteil erreicht hatte, findet sie sich nun in der Opposition wieder. Grillo gibt der neuen Regierung wegen der Verschuldung des Landes höchstens ein Jahr. Wir werden sehen, ob er recht behält.
Der neue Premierminister Enrico Letta gibt sich volksnah, indem er behauptet, den Sparkurs zu beenden. Vermutlich will er damit lediglich die aufgebrachte Volksseele beruhigen. Denn auch von den italienischen Systemparteien ist nicht zu erwarten, dass sie ernsthaft der Bankenmacht und ihrem Sprachrohr Angela Merkel Paroli bieten werden. Weiterlesen

1. Mai – K(r)ampftag?

Cundars Wortpresse

1Mai-01Heute ist wieder erster Mai, was für Millionen von Volksgenossen, Mitbürger und Gäste in unserem Land vor allem etwas elementares, großartiges sowie lebenswichtiges bedeutet: Ausschlafen!

Es ist einer der wenigen nationalen Feiertage die wir in Deutschland haben. Das Wetter soll auch nicht schlecht werden.

Für einige Menschen in Deutschland bedeutet der Tag allerdings weniger wohlgefällige Dinge – für sie ist er weiter ein Kampftag.

Ein „Kampf“ im Sinne von einer gemeinsamen Anstrengung zur Erreichung eines besseren Zustandes für die Gemeinschaft… eigentlich. Mit Recht ist so ein „Kampftag“ gefragt! Bei der Jugendarbeitslosigkeit in Europa, den prekären Arbeitsbedingungen in vielen Berufen weltweit und der immer noch wuchernden Krise.

Die Möchtegern-Nazis können – an so ziemlich dem einzigen Feiertag aus der Nazi-Zeit – Traditionen pflegen und versuchen die Völker der Welt wieder gegeneinander auszuspielen, in dem sie sich allzu sehr auf den „deutschen Arbeiter“ konzentrieren. Die Glaubwürdigkeit verpufft in Sekunden, wenn die…

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