Angela Merkel mag die deutsche Fahne nicht?

Cundars Wortpresse

Angela Merkel ist immer noch Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland und wohl eine der geachtetsten Politikerinnen im westlichen Kulturkreis.

Ein Frau, die als kühl, träge und entscheidungsarm gilt – und genau dadurch ihre „unglaubliche“ Macht sichert. Nachfolger und Konkurrenz ist nicht in Sicht.

Als Staatsoberhaupt und – nach dem Bundespräsident – oberste Repräsentantin unseres Volkes, kann man nach einer quasi gewonnen Wahl erwarten, dass sie sich mit ihren Volksgenoss*innen [Ich liebe diese Sternchen *hüstel*], die sie gewählt haben gemein erklärt. Dafür gibt es – in glaub ich so ziemlich jedem Land der Erde – ein einfaches, billiges und beliebtes Ritual: Man schwenkt die Landesflagge.

Vom Bettler bis zum Millionär kann man so neben seinem Menschsein, seine Verbundenheit in seiner Volkszugehörigkeit ausdrücken und ein wohliges Gefühl gegenseitiger Akzeptanz ausstrahlen und gemeinsam gegen Ungerechtigkeit vorgehen. Die Deutschen haben das im Jahr 2006 auch wieder herausgefunden: im Sport.

Die Deutschen? Nein, wir alle sind…

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Zur Bundestagsqual

InnenpolitikDer Kampfeslärm verhallt, der Pulverdampf verzieht sich, die Sonne tritt zwischen den Wolken hervor. Die Schemen der Hochrechnungen zur Bundestagswahl verschwinden und klare Zahlen zeichnen sich ab. Merkel siegt, FDP raus, AfD und Piraten bleiben außen vor. Wahrscheinlich wird es eine große Koalition geben; es könnte aber auch sein, dass das Profil der CDU mittlerweile verwaschen genug ist, um mit den Grünen zusammenzugehen. Im Grunde ist das aber auch egal. Man sollte diesen Wahlen keine allzu große Bedeutung beimessen, zumindest solange es um Sitzverteilungen innerhalb der Einheitspartei von CDU/CSU-SPD-(FDP)-Grüne-Linke geht. An der Politik wird sich durch dieses Ergebnis nichts ändern. Bei der gegebenen Zusammensetzung haben wir es in den kommenden Jahren wohl mit einem ausgesprochen langweiligen, da bis auf Scheingefechte einmütigen Parlament zu tun.
Dass die FDP so vernichtend gescheitert ist, ist eine Randnotiz. Mit dem Liberalismus der guten alten 1848er hat sie ohnehin nichts mehr zu tun, auch wenn Nostalgiker der Partei das gerne beschwören. Immerhin hat ihr Abschied den Vorteil, dass das etablierte Parteien- und Politikdarsteller-Spektrum damit etwas übersichtlicher geworden ist.

Spannend wird es jenseits der etablierten Parteien. Warum haben es weder die Piraten noch die AfD geschafft, die 5-%-Hürde zu knacken? Weiterlesen

Katharina Nocun ist Luckes „gesellschaftlicher Bodensatz“? WTF!?

Cundars Wortpresse

Seit einiger Zeit (ca. seit der Veröffentlichung von „Deutschland schafft sich ab“) beobachte ich, dass junge Migrant*innen sich mit Absicht, Kalkül oder aus taktischer Finesse heraus, sich dieses „Migrant“ anstecken, wenn dieses „Migrantsein“ als Opferposition von irgendjemand angesprochen wurde. Heute habe ich wieder so ein fragewürdige Stelle gefunden.

So war bei der Welt Folgendes über den Auftritt von Frau Nocun bei Ulmen TV zu lesen:

„… Ein wichtiger, geradezu spektakulärer Satz, der zum Nachdenken anregt, fällt, als es um die AfD-Partei geht. Nocun hat an der Fakultät von VWL-Professor Bernd Lucke studiert, der die Anti-Euro-Partei anführt. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund: „Erst haben sie sich nur auf Wirtschaft konzentriert, jetzt wird ganz konzentriert am rechten Rand gefischt. Ich find’s richtig schlimm, ich bin ja auch Migrantin.“ Und dann der Satz: „In den Augen von Bernd Lucke bin ich der Bodensatz der Gesellschaft.“

„Ein wichtiger, geradezu spektakulärer Satz“ war…

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Der Spiegel verbreitet „Rassismus“

Cundars Wortpresse

Wie der „Antirassismus“ „Rassisten“ schafft und die berühmt-berüchtigte Vielfalt mit Volkstum Hand in Hand gehen kann.

„Oh nein! Nein, nein, nein, NEIN! NICHT SCHON WIEDER!“ Cundars Hand verkrampft sich um seine Tasse. So sehr, dass der frische Grüntee beinahe überschwappt. Vor ihm liegt die aktuelle Ausgabe des Spiegels. Darin der Artikel „Singen, tanzen und erpressen“, eine Reihe von Kurzinterviews mit Menschen, die „rassistisch diskriminiert“ wurden.

Als Aufmacherbild sieht man einen kleinen schwarzen Jungen der mit einer Mischung aus Erbarmungswürdigkeit und Vorfwurf in die Kamera schaut. Zum Teil bedecken schwarze Locken  die modische Brille. In der rechten Hand hält er einen weißen Teller in dessen Zentrum ein Negerkuss, politkorrekt: Schokokuss, platziert wurde. Er trägt ein gelbes Hemd auf dem eine schwarze, nach oben zeigende und geballte Faust gedruckt ist. Um das Handgelenk schlängeln sich die afrikanischen Farben rot-schwarz-grün.

Cundar schnaubt vor Wut, das Herz rast und die Schlefen fangen das Pochen…

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Verkaufsschlager Patriotismus?

Fundstücke-01Neulich schaute ich mir ein Musikvideo der talentierten jungen amerikanischen Geigerin Lindsey Sterling an, das sich mit dem Videospiel „Assassin’s Creed III“ (Der Glaube des Assassinen) beschäftigt. In dem Musikvideo schwingt sie die Flagge der 13 Gründerstaaten und verbirgt sich in der Kleidung des Helden aus dem Spiel vor britischen Truppen zur Zeit des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges (1775-1783). In den USA wird dieser Krieg als American Revolutionary War bezeichnet. Dass sich die Musikerin mit diesem patriotischen Thema befasst, weckte mein Interesse und ließ mich im Internet recherchieren.

Es gibt eine Vorschau (einen Trailer) des Spiels für den nordamerikanischen Markt. Bei vielen Amerikanern weckt dieses Video sicherlich patriotische Gefühle, denn es verleitet den Zuschauer dazu, anzunehmen, dass der Held auf der Seite der amerikanischen Rebellen gegen die britischen Unterdrücker kämpfe – und das ganz und gar nicht zimperlich. In dasselbe Horn stößt das Video von Lindsey Sterling, was sicherlich bei ihren Landsleuten gern gesehen ist. Weiterlesen

Wirtschaftswachstum um jeden Preis?

geld-inversArmut, Verschuldung, Überarbeitung, Konsumwahn, Ausbeutung, Krieg, Umweltverschmutzung und -zerstörung – das sind soziale, wirtschaftliche, politische und ökologische Problemfelder, mit denen wir heute konfrontiert sind und die mehr oder weniger unser Leben bestimmen.

Überall gibt es arme Menschen, die trotz ihrer harten Arbeit auf keinen grünen Zweig kommen. Viele so genannte Arbeitnehmer sind dermaßen in ihre Erwerbsarbeit eingespannt, dass sie gar nicht dazu kommen, die Dinge zu genießen, die sie sich von ihrem Gehalt kaufen können; von der Entfremdung zwischen Partnern und innerhalb Familien durch exorbitante Arbeitszeiten und psychischen Dauerstress ganz zu schweigen. Es gibt Staaten, deren Verschuldung ihr Sozialprodukt weit übersteigt. Politiker und Medien schreien nach immer mehr Wirtschaftswachstum. Alle Bereiche des Lebens werden der Profitmaximierung untergeordnet, während Beziehungen und Bindungen zu Menschen, Land und Regionen zerbrechen. Weiterlesen