Wie Hitler seinen Krieg finanzierte

Geschichte-01Das „Dritte Reich“ wird oft so dargestellt, als sei es von völlig irrationalen Antrieben gesteuert gewesen, praktisch als Ausgeburt einer kollektiven antisemitischen Zwangsneurose der Deutschen. Bei Krieg und Judenverfolgung ging es aber um mehr als nur arische Weltherrschaft und Vernichtung von „Volksschädlingen“. Es ging auch ums Geld. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie viele politische Verwicklungen der Menschheitsgeschichte sich nicht zuletzt ums Geld drehen.
Die Wirtschaft des „Dritten Reiches“ funktionierte als ein sehr geschickt ausgeklügeltes Schneeballsystem, das sich immer neue Finanzierungsquellen erschließen musste. Hitler war nämlich stets darum bemüht, eine hohe Besteuerung der Deutschen zu vermeiden, um sich seine Popularität zu sichern. Weiterlesen

Politische Rechte in Jugendbildungsstätte Ludwigstein: Wenn die „Alternativen“ Konkurrenz wittern.

Cundars Wortpresse

Da ich aus der katholischen Pfadfinderbewegung komme, war ich über diesen ganzen Sachverhalt mehr als erbost: Ein freier Journalist schreibt einen Artikel, an dessen Ende die Jugendbildungsstätte Ludwigsstein dasteht wie eine halbe Nationalpolitische Bildungseinrichtung der Nazis. Prompt wird die staatliche Förderung zum Teil eingestellt, wenigstens die laufenden Kosten waren davon nicht betroffen. Was mich vor allem wieder umtreibt, ist die offensichtliche politische Ausrichtung des Autors  des Denunziationsartikels, Jesko Wrede. Dieser ist laut Twitter: „Freier Journalist, Sozialpädagoge. Schwerpunkt: Rechtsextremismus und andere menschenfeindliche Einstellungen, Wohnungslosigkeit, soziale Gerechtigkeit“ und auch selber beim Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) aktiv. Ich weiß nicht wie viele Typen (Journalist, irgendwas Soziales, Rechtsextremismus-Experte etc.) es vom Schlage eines Herrn Wrede gibt aber was sie eint, ist die zielgerichtete Manipulation der Öffentlichkeit unter dem Label „Experte“ als Journalist oder Wissenschaftler, obwohl es sich schlichtweg um klassische politische Aktivisten handelt. Diesen Menschen geht es darum die Welt zu…

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„Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder“

Kolumne-01Anreden wie in diesem Titel können dabei herauskommen, wenn man es mit der Geschlechtsdifferenzierung in der Sprache, dem so genannten „Gendern“, zu weit treibt. Ja, Frauen haben ein Recht darauf, als gleichberechtigte Teile der Gesellschaft anerkannt zu werden. Ebenso gebietet es der Respekt vor dem Mitmenschen, dass man seine Haltung seinem biologischen Geschlecht gegenüber anerkennt. Wenn sich jemand mit einem männlichen Körper (XY-Chromosomensatz, definierte primäre und sekundäre Geschlechtsmerkmale) als Frau fühlt oder umgekehrt, ist das für den Betreffenden schwer zu ertragen, was natürlich dadurch erschwert wird, wenn ihn andere deswegen ablehnen oder sich über ihn lustig machen. Man sollte dafür Verständnis haben und zu dieser Person sozial sein wie gegenüber jeder anderen auch. Das gilt auch, wenn jemand der Überzeugung ist, gar kein Geschlecht zu haben, ein drittes oder beide auf einmal. Dann möge einem diese Person verständlich machen, wie sie als Individuum angeredet werden möchte. Und dann macht man das so. Punkt. Weiterlesen

Richard Wagner: Was ist deutsch?

Fundstücke-01Richard Wagner war nicht nur der bekannteste Komponist der Romantik, sondern er liebte auch das Schreiben. Ich bin auf eine Abhandlung seinerseits mit dem Titel „Was ist deutsch?“ gestoßen, die Wagner 1865 geschrieben und bis 1878 überarbeitet hat. Dieses Dokument geht also auf eine Zeit des großen nationalen Auf- und Umbruchs zurück und lässt einen erahnen, welche Spannungen damals in der Luft lagen. Es ist nicht leicht, sich in die altmodische, umständliche Sprache einzulesen, aber nach ein paar Seiten hat man sich darauf eingeschwungen. Die zentrale Stelle (in damaliger Rechtschreibung) ist folgende:

Wagner schrieb, dass der deutsche Geist der Welt verkündete, dass „das Schöne und Edle nicht um des Vortheils, ja selbst nicht um des Ruhmes und der Anerkennung willen in die Welt tritt; und alles, was im Sinne dieser Lehre gewirkt wird, ist „deutsch“, und deshalb ist der Deutsche groß; und nur, was in diesem Sinne gewirkt wird, kann zur Größe Deutschland’s führen“. Weiterlesen

Thomas Manns Protest gegen den Zivilisationsliteraten

Als Thomas Mann seine „Betrachtungen eines Unpolitischen“ schrieb, war er noch streng deutschnational und kriegsbejahend gesinnt. Das sollte sich bald ändern: Schon kurze Zeit später distanzierte sich Mann von seinem schriftstellerischen Beitrag zum Ersten Weltkrieg und avancierte zum Vernunftrepublikaner, der die Weimarer Republik publizistisch gegen ihre Feinde von rechts und links verteidigte. Manns frühe Betrachtungen sind allerdings nicht einfach als dumpfe Kriegspropaganda abzustempeln, sondern stellen große Literatur dar, die darüber hinaus immer noch wichtige Einsichten politischer und kultureller Art zu vermitteln in der Lage ist. Mit Blick auf seinen Bruder Heinrich –damals pazifistisch eingestellt und ein eifernder Gegner des heraufziehenden Krieges – entwarf Mann die Figur des Zivilisationsliteraten, der gegen sein eigenes Land als intellektueller Agent der Westmächte publizistisch zu agitieren begann. Natürlich ist diese Figur stereotypisch überzeichnet; wir dürfen aber davon ausgehen, dass dieser Typus damals zuhauf Repräsentanten fand – und bis heute findet. Thomas Mann verketzert das Zivilisationsliteratentum jedoch nicht als „Verräterei“ und schiebt sie auf die Feindseite ab, sondern fragt nach den tieferen Ursachen dieses Phänomens.

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Positive Überraschung des Tages: „Pädophiler Antifaschismus“

Cundars Wortpresse

Ich fasse es nicht! Da spricht mal einer der Etablierten die Parallelen zwischen Faschisten und „68er ff“-Antifaschisten an und dann geschieht das noch in der Zeit Online!

Ich frage mich ob Herr Dr. Soboczynski weiß, auf was er sich da eingelassen hat?

„… Die Prüderie der Nachkriegszeit, die die Achtundsechziger als faschistische Kontinuität brandmarkten, war, so besehen, also etwas geradezu Gegenteiliges: nämlich eine Reaktion auf die sexuelle Entfesselung in der Nazizeit. Pädophiliefreundlich gesinnte Wissenschaftler wie Helmut Kentler, aber auch entsprechende politische Strömungen innerhalb der Grünen und der FDP – man muss sich die Pointe einmal deutlich vor Augen führen – propagierten ihr handgreifliches Anliegen im Fahrwasser einer fehlgeleiteten Prämisse: Es habe eine sexualrepressive Konstanz von nationalsozialistischer und biedermeierlicher Verklemmtheit der fünfziger und frühen sechziger Jahre gegeben, die es aufzubrechen gelte. Vor allem durch Erziehungsarbeit. …“

Klare Leseempfehlung des ganzen Textes!

http://www.zeit.de/2013/42/paedophiler-antifaschismus-kindesmissbrauch/komplettansicht

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Gedanken zur Flüchtlingssitutation im Mittelmeerraum oder zur Festung Europa

Cundars Wortpresse

Seit einigen Tagen gehen Kommentare und Berichte durch die Medien, die sich dem Fall mehrerer ertrunkener Menschen im Mittelmeer vor Lampedusa angenommen haben. Jetzt sind auch die ersten politischen Forderungen von Nichtregierungsorganisationen und Parteien aufgetaucht: Die „Festung Europa“ sei zu öffnen, um dem großen Sterben (mehrere tausend Alte, Männer, Frauen und Kinder pro Jahr) im Mittelmeer gegenzusteuern. Zum anderen werden diese Forderungen zurückgewiesen und eine Konzentration auf die Bekämpfung von Schleuserkriminalität gefordert. Dabei wird eine hochgradig emotionalisierte Berichterstattung betrieben und die richtige, weitverbreitete Anteilnahme an den Opfer des Unglücks, in die Richtung gedrängt, die „Tore weiter zu öffnen“. Mit dieser Stoßrichtung und einigen Forderungen bin ich nicht einverstanden. Damit nicht deswegen nun wieder nur eine Meinung – die etablierte – im öffentlichen Raum herumschwabbt, hier noch meine Gedanken dazu. Wohlgemerkt: Gedanken, nicht grundsätzliche Ausführungen.

1. So schlimm und grausig die Sache ist: Mir (als Teil der europäischen Bevölkerung) die Schuld…

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