Grüne wollen „liberaler“ werden

Kolumne-01Der Abtritt der FDP aus dem Bundestag hat eine Lücke in das etablierte Parteienspektrum gerissen – jedenfalls formal. Inhaltlich gibt es jedoch keine nennenswerten Unterschiede mehr zwischen CDU/CSU/SPD/Ex-FPD/Grüne. Vordergründig wollen die Grünen jetzt vom Ruf der „Verbotspartei“ wegkommen und ebenso vordergründig „liberaler“ werden. Das soll natürlich FDP-Wähler gewinnen, die das Vertrauen in die FPD als stabile Kraft verloren haben. Außerdem wird damit eine Pseudo-Opposition zur Regierungskoalition aufgebaut. Wir können hier eine formale Umgruppierungsaktion innerhalb des herrschenden Systems beobachten.

Der Linkspartei gegenüber gibt man sich jedoch zumindest auf Bundesebene kämpferisch. Simone Peter von den Grünen bezeichnet sie ominös als „nicht regierungsfähig“. Offenbar ist „nicht regierungsfähig“, wer sich nicht an ESM-Wahnsinn und Eurodiktatur beteiligen will. „Nicht regierungsfähig“ zu sein, heißt offenbar, noch ein Rückgrat zu haben und der globalen Hochfinanz noch nicht erlegen zu sein. Dass der Linken diese Art der „Regierungsfähigkeit“ nicht attestiert wird, kann sie als Auszeichnung nehmen.

Die Grünen als etablierte Partei mutieren jetzt in Richtung ehemaliger FDP, damit ja kein Wähler auf die Idee kommt, eine Partei zu wählen, die nicht im Bundestag ist. Dass nur ja keiner AfD, Partei der Vernunft, BüSO usw. wählt! Die AfD und rechtsextreme Parteien, die man als Buhmänner größer machen muss als sie sind, sind zwar weithin bekannt, aber die anderen? Woher sollte das Wahlvolk solche Parteien überhaupt kennen? In der ganzen etablierten Presse werden sie ja totgeschwiegen!

Wie lange lässt sich Deutschland diese erbärmliche Einheits-Parteien-und-Medienlandschaft noch bieten?

Quellen:

http://www.huffingtonpost.de/2014/01/08/gruene-wandel-freiheit-buergerrechte_n_4559005.html?icid=maing-grid7

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2013-11/gruene-als-neue-liberale-partei

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Über Reisig

Reisig erblickte 1983 in der Pfalz das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Abitur führte ihn die Bereitschaft, seinen Dienst an der Gemeinschaft zu tun, zur Bundeswehr, wo er seinen Grundwehrdienst leistete. In den folgenden Jahren studierte er ein naturwissenschaftliches Fach. Während des Studiums engagierte sich Reisig einige Zeit in der politischen Linken. Dies ergab sich ihm aus seiner Ablehnung eines unreflektierten Untertanengeistes und der wirtschaftlichen Ausbeutung des unmündigen Bürgers. Dabei galt ihm stets das Wohl des deutschen Volkes als höchstes Ziel. Die Erkenntnis, dass weite Teile der Linken dieses Ziel nicht teilen wollen und dass er nunmehr keine faulen Kompromisse mehr machen wollen würde, ließ Reisig vom gesamten etablierten Parteienwesen Abstand nehmen. Eine neue politische Heimat fand Reisig bei den Jungdeutschen. Er hat an einer deutschen Universität in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und lebt heute in Süddeutschland.

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