Friedrichs konservatives Theater

FeuerwerkDie PEGIDA-Demonstrationen sind in aller Munde, die Presse diskreditiert sie und, wie bekannt wurde, wird Kanzlerin Merkel in ihrer Neujahrsansprache dazu aufrufen, PEGIDA zu boykottieren. Der ehemalige Innenminister Friedrich sorgt nun für Furore mit seiner Kritik am Kurs der CDU/CSU. Der Verlust konservativen Gedankenguts soll zur Abwendung konservativer Bürger von den Unionsparteien und ihrer Zuwendung zu AfD und PEGIDA geführt haben. Es liegt völlig auf der Hand, dass diese Kritik berechtigt ist. Die herrschende Politik hat alles Nationale mit Füßen getreten und tut dies fortwährend. Man denke nur an die doppelte Staatsbürgerschaft und die kriecherische Haltung gegenüber den USA im (eigentlich überhaupt nicht überraschenden) NSA-Skandal. Es tut sehr gut zu sehen, dass sich unter den Demonstranten zahlreiche Bürger befinden, die gegen derlei Missstände auf die Straße gehen.

Es wird Friedrich vorgeworfen, er kritisiere nun eine Politik, die er früher als Innenminister mitgetragen habe. Er wolle sich damit an Merkel rächen, die ihn wegen der Edathy-Affäre hatte fallen lassen. Rachegelüste hin oder her – das ändert nichts daran, ob Friedrich mit seiner Kritik an Merkel sachlich richtig liegt. Und das tut er. Aber Vorsicht! Wir täten nämlich nicht gut daran, uns davon zu einer versöhnlichen Haltung gegenüber Friedrich und seinen Unterstützern in der CDU/CSU hinreißen zu lassen. Die Strategie Friedrichs läuft offenbar darauf hinaus, konservative Bürger und Wähler wieder für die CDU/CSU zu gewinnen und der AfD und PEGIDA das Wasser abzugraben. Ich fordere deshalb diese Bürger dazu auf, nicht zu vergessen, dass Friedrich eine zentrale Figur einer großen Systempartei ist und als solche handelt, auch wenn sich scheinbar Protest dagegen in den eigenen Reihen der Unions-Parteien regt. Wenn sich konservative Bürger wieder von den Unionsparteien einfangen lassen, wird es Lippenbekenntisse der Politik geben, ein paar volkstümliche Worte bei nebensächlicher Gelegenheit und das wird es gewesen sein. Franz-Josef Strauß forderte schon, dass es keine etablierte Kraft rechts der Union geben dürfe. Damit meinte er sicherlich nicht, dass die Union das dort angesiedelte Gedankengut von Patriotismus und Nationalbewusstsein hochhalten sollte. Die tatsächliche Politik legt nahe, dass er damit meinte, dass die Anhänger dieses Gedankenguts in der Masse der CDU/CSU-Anhänger untergehen und eine Politik mittragen sollten, die das Volk verrät und seinen Interessen zuwiderläuft.

Lassen wir uns also nicht wieder von den Etablierten einfangen und stehen wir zu unserer Kritik. In diesem Sinne: Viel Glück und Erfolg im neuen Jahr!

Quellen:

http://www.faz.net/aktuell/politik/friedrichs-merkel-kritik-und-taeglich-gruesst-der-konservative-13345506.html

http://www.focus.de/politik/deutschland/stumpfes-nachtreten-oder-ernste-kritik-hitzige-debatte-um-friedrichs-merkel-schelte_id_4372990.html

http://www.gmx.net/magazine/politik/merkel-warnt-scharf-islamfeindlichen-demonstrationen-30332582

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/afd-und-pegida-friedrich-gibt-kanzlerin-merkel-mitschuld-fuer-wachsen-a-1010439.html

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Über Reisig

Reisig erblickte 1983 in der Pfalz das Licht der Welt. Nach dem Besuch des Gymnasiums und dem Abitur führte ihn die Bereitschaft, seinen Dienst an der Gemeinschaft zu tun, zur Bundeswehr, wo er seinen Grundwehrdienst leistete. In den folgenden Jahren studierte er ein naturwissenschaftliches Fach. Während des Studiums engagierte sich Reisig einige Zeit in der politischen Linken. Dies ergab sich ihm aus seiner Ablehnung eines unreflektierten Untertanengeistes und der wirtschaftlichen Ausbeutung des unmündigen Bürgers. Dabei galt ihm stets das Wohl des deutschen Volkes als höchstes Ziel. Die Erkenntnis, dass weite Teile der Linken dieses Ziel nicht teilen wollen und dass er nunmehr keine faulen Kompromisse mehr machen wollen würde, ließ Reisig vom gesamten etablierten Parteienwesen Abstand nehmen. Eine neue politische Heimat fand Reisig bei den Jungdeutschen. Er hat an einer deutschen Universität in einem naturwissenschaftlichen Fach promoviert, ein Jahr in den Vereinigten Staaten verbracht und lebt heute in Süddeutschland.

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