Deutschlands Rolle in EU und NATO in der Zukunft – ein offizielles Schreckensszenario

Ich habe mir ein im Jahr 2013 erschienenes richtungsweisendes Papier namens „Neue Macht, neue Verantwortung – Elemente einer deutschen Außen- und Sicherheitspolitik für eine Welt im Umbruch“ vorgenommen. Dieses Werk wurde von der Stiftung Wissenschaft und Politik und dem German Marshall Fund of the United States erarbeitet durch den Planungsstab des Auswärtigen Amts gefördert. Es liegt also schon einmal auf der Hand, dass das transatlantische Bündnis hier nicht gerade kritisch betrachtet werden dürfte. Über die Autoren heißt es darin: „Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren außen- und sicherheitspolitische Fachleute aus Bundestag, Bundesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft, Stiftungen, Denkfabriken, Medien und Nichtregierungsorganisationen“. Da finden sich Größen wie die Friedrich-Ebert-Stiftung, die ZEIT, die FAZ, Amnesty International, der berüchtigte European Council on Foreign Relations, die Daimler AG, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die unvermeidliche Bertelsmann-Stiftung. Es geht hier also um ganz großes Kino. Was haben die Großkopferten, wie die Bayern so schön sagen, also mit uns vor? Weiterlesen

Richard Wagner: Was ist deutsch?

Fundstücke-01Richard Wagner war nicht nur der bekannteste Komponist der Romantik, sondern er liebte auch das Schreiben. Ich bin auf eine Abhandlung seinerseits mit dem Titel „Was ist deutsch?“ gestoßen, die Wagner 1865 geschrieben und bis 1878 überarbeitet hat. Dieses Dokument geht also auf eine Zeit des großen nationalen Auf- und Umbruchs zurück und lässt einen erahnen, welche Spannungen damals in der Luft lagen. Es ist nicht leicht, sich in die altmodische, umständliche Sprache einzulesen, aber nach ein paar Seiten hat man sich darauf eingeschwungen. Die zentrale Stelle (in damaliger Rechtschreibung) ist folgende:

Wagner schrieb, dass der deutsche Geist der Welt verkündete, dass „das Schöne und Edle nicht um des Vortheils, ja selbst nicht um des Ruhmes und der Anerkennung willen in die Welt tritt; und alles, was im Sinne dieser Lehre gewirkt wird, ist „deutsch“, und deshalb ist der Deutsche groß; und nur, was in diesem Sinne gewirkt wird, kann zur Größe Deutschland’s führen“. Weiterlesen

„Typisch deutsche Mädels“

FundstueckeDie Vorführdame („das Model“) Maike hat sich bei der sehr populären Fernsehsendung „Germany’s Next Topmodel“ eine Aussage erlaubt, die ihr Rassismus-Vorwürfe einbringt und für Verstimmung bei ihren Konkurrentinnen sowie bei den Medien sorgt. GMX berichtet, sie habe anlässlich ihrer Bewerbung für die Teilnahme an einer Opel-Werbung gesagt:
Die suchen ganz typisch deutsche Mädels, weil’s eine deutsche Automarke ist. Die wollen das Auto doch gut verkaufen …
Man muss der Dame eine gewisse Naivität vorhalten, da Opel seit 1929 zu General Motors gehört. So viel zum Thema deutsche Automarke. Abgesehen davon wirbt eine Automarke mit Bildern, die bei der jeweils angepeilten Zielgruppe am besten wirken sollten. Je nachdem, wo die Autos verkauft werden sollen, kann es den größten Absatz bringen, mit einem nordischen Gesicht oder lateinamerikanischen Assoziationen zu werben. Weithin sind sicherlich blonde Frauen gerne gesehen, so in Südeuropa, wo diese Haarfarbe selten ist.
An Maikes Aussage ist nichts Rassistisches. Sie stellt eine Vermutung über die Werbestrategie eines Autoherstellers an. Sie sagt nicht, dass „typisch deutsche Mädels“ als Menschen irgendwie hochwertiger seien als andere. In einer speziellen Marktsituation mögen sie den Verkauf von Autos begünstigen.
Das ist alles.
Spekulationen, die darüber hinausgehen, zeugen von einem verkrampften Verhältnis zur eigenen Identität.

Quelle:

http://www.gmx.net/themen/tv/shows/28acd6w-rassismus-eklat-gntm#.focus.Rassismus-Eklat%20bei%20GNTM.229.728

„Vollpfosten“ und „Hassprediger“ – Akif Pirincci schlägt zurück

IntegrationAkif Pirincci hat eine brutale und wortgewaltige Polemik über den Umgang der Medien und Politik, sowie der Haltung der Deutschen insgesamt, mit migrantischen Gewaltexzessen verfasst. [Verweis AchsedesGuten]

„… Jetzt kommen wir aber zu der evolutionären Komponente bzw. dazu, in welch einer auch für die Täter unvorhersehbar günstigen Gemengelage das alles stattfindet. Große Rolle spielen hierbei die Medien. Es geht einem deutschen Journalisten am Arsch vorbei, ob ein junger Landsmann von ihm auf offener Straße totgeprügelt wird, im Gegenteil, da ihm vom Kindergarten an der Haß auf die eigene Volkszugehörigkeit antrainiert wurde, er sogar seine berufliche Existenz riskierte, falls er für so etwas Mitgefühl zeigte, freut er sich in einer Art Übersprungshandlung sogar darüber. Upps, jetzt habe ich ein Wort gesagt, das die jüngeren Leser gar nicht mehr kennen, weil dessen Benutzung zur öffentlichen Ächtung führen könnte, und das voll nazi ist: Landsmann. In dem Wort, das an Nazität nur noch von “Landsmannschaft” übertroffen wird, stecken gleich zwei total faschistoide Wörter drin. Zunächst “Land”, was es ja eigentlich so nicht geben darf, wenn man die Sache mit den “offenen Grenzen” und “Jeder ist ein Ausländer” ernst nimmt. “Staat” vielleicht, ja, Staat ist immer gut, oder meinetwegen Staatsgebiet, aber Land? So richtig faschistoid wird es aber erst mit dem Zusatzwort “Mann”, wo wir doch inzwischen durch die Genderforschung gelernt haben, daß der Mann nur ein gesellschaftliches Konstrukt ist und, als es ihn noch gegeben hat, er nur gewalttätig, frauendiskriminierend, sexistisch, halt so ein Nazi war. Vielleicht haben Türken und Araber Landsmänner, aber wir hier in Deutschla … ähm, auf deutschem Staatsgebiet kennen so etwas nicht. Und infolgedessen haben wir auch kein Mitgefühl für unsern Landsmann. …“

Jochen Grübler von Radio Bremen sah sich deswegen veranlasst einen Artikel unter dem Motto „Gefährlicher Rassismus“ (Verweis RadioBremen)  über diese Polemik zu schreiben, in dem er zu folgenden Schluss kommt:

“Es gibt einen neuen rassistischen Hassprediger unter den deutschen Intellektuellen. Einen Volksverhetzer, beseelt von Goebbelsscher Perfidie. Der nicht davor scheut, die Ausrottung der Deutschen zu beschwören, ganze Bevölkerungsgruppen zu potenziellen Völkermördern zu erklären, ihnen ihr Menschsein abzusprechen, die Demokratie nur noch der Verachtung preiszugeben und als letzte Lösung die Lynchjustiz vorzuschlagen. Diese Mischung kennen wir schon. Ihre Wirkung auch.”

Das hat Aki Pirincci nicht auf sich sitzen lassen und verbal zurückgeschlagen. Seine Erwiderung ist erneut brutal, laut und scharf. Doch sie sitzt.  Sie ist nicht nur lautes Phrasengedresche – obwohl sie vor Phrasen strotzt – sondern ist eine treffende Parade, mit anschließenden schweren Hieb, der erneut die herrschende bigotte Medienlogik vorführt und sie in ihrer Widersprüchlichkeit ersäuft. Der „Hassprediger“ stellt einen „Vollpfosten“* bloß.

Lesen! > „Mit mir nicht, du Vollpfosten!“
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/mit_mir_nicht_du_vollpfosten

Damit hat ein Landsmann sehr viel Mitgefühl gewonnen!

*P.S.: Wer sich jetzt daran stört, dass Herr Pirincci sich erdreistet jemanden als „Vollpfosten“ zu bezeichnen, sollte mal überlegen wie das mit dem Wort des „Hasspredigers“ ist…

Wenn an Weihnachten die Waffen schweigen

HistorischesZwischen Schlamm, Schnee, Blei und Blut geschah zur Weihnachtszeit des Jahres 1914 etwas Erstaunliches: Offenbar ohne Befehl von oben legten an weiten Teilen der Westfront deutsche und britische Soldaten die Waffen nieder. Wer eben noch aufeinander geschossen hatte, sang nun gemeinsam Weihnachtslieder und spielte Fußball oder Karten. Eine unglaubliche Begebenheit, deren Entstehung heute kaum noch zu rekonstruieren ist – und doch ist sie vielfach von teilnehmenden Soldaten dokumentiert worden. Ein britisches Projekt hat sich ihrer Erforschung angenommen.

Der Zauber aber war jäh vorüber und bald nahm die Materialschlacht in den Gräben eine nie da gewesene, mörderische Fahrt auf, die so eindringlich von Veteranen wie Ernst Jünger in „In Stahlgewittern“, von Erich Maria Remarque in „Im Westen nichts Neues“ und von Gustav Praclik in „Unter Stahlhelm und Fliegerhaube“ beschrieben wurde.

Quellen:

http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/847870

http://www.christmastruce.co.uk/index.html

Zitat (eher Interview) zum Sonntag

Als „Zitat zum Sonntag (Montag)“ bieten wir heute mal einen typischen „Deutschland = Pfui“-Artikel aus der ZEIT, die einen Wissenschaftler interviewt, der den Grimmschen Märchen alles Deutsche abspricht, nur weil diese „ausländische“ Wurzeln haben. Zum Artikel geht’s hier: „Gebrüder Grimm: Weder deutsch noch Volk.“ http://www.zeit.de/2012/50/Brueder-Grimm-Maerchen-Roelleke

„Der Volksfront von Judäa“-Effekt und die politische Landschaft in Deutschland

Mittlerweile dürften es einige mitbekommen haben: Vor einer Woche hat die „zwischentag“-Messe der „neurechten Elite“ in Berlin mit verhältnismäßig großer Beteiligung stattgefunden. Otto-Normal-Bürger hat davon dank dem rbb in verzerrter Weise in einem 10-minütigen Video erfahren, über das sich der Veranstalter der Messe Götz Kubitschek enttäuscht äußern musste. Der Blog „Projekt Ernstfall“ entschlüsselte dazu noch die „Sprache der Propaganda“ dieser Sendung. Der Rest wird vor allem von einer Diskussion – es war eher ein monologischer Meinungsaustausch – zwischen Dr. Karlheinz Weißmann und Michael Stürzenberger erfahren haben, der in der letzten Woche ausgiebig auf einschlägigen Blöggen diskutiert wurde.  Da sich nun schon wieder ein „Volksfront von Judäa“-Effekt einstellt, hier nun mein Kommentar. Weiterlesen