Den Volks-Begriff begreifen – Teil 1: Die Ausgangslage

Denkanstoesse-01Volk. Aktuell wird wieder häufiger davon gesprochen. Oder eben auch nicht. Während einige sich als Angehörige eines deutschen Volkes von anderen Angehörigen desselben verraten fühlen, leugnen andere die pure Existenz von Völkern. Für letztere gibt es nur Staatsbürger, die mit einer Mitgliedschaft in einem Verein vergleichbar  ist. Unter der Debatte darüber, ob und inwiefern Deutschland nun ein Einwanderungsland ist, meist unter Berücksichtigung eines multikulturellen Ansatzes, ergab sich zunehmend die Rede von der „Bevölkerung Deutschlands“. Eine Gemeinschaft, die „Deutsches Volk“ genannt werden könnte, gebe es nicht (mehr). Gleichzeitig spielt das Volk aber weiterhin im Gespräch über Demokratie und nationale Souveränität eine wichtige Rolle. Auch in der Integrationsdebatte kam man immer wieder auf das Deutsche Volk zu sprechen. Während für die eine Seite nur eine „deutsche Bevölkerung“ existierte, gab es für die ganz andere Seite nur eine rassisch-exklusive Volksgemeinschaft.

Dabei wurde eine große Uneinigkeit über die Auslegung der Begriffsdefinition deutlich. Daher wollen wir mit dieser Reihe endlich Klarheit schaffen. Nicht im Sinne einer ethnologischen Untersuchung, sondern einer Wiederentdeckung früher sehr bekannter und selbstverständlicher Fakten. Dabei werden wir mit gängigen Gegenargumenten, Vorwürfen der Konstruktion und Irrungen aufräumen. Zudem werden wir sie in den sachlich richtigen Stellen anpassen. Weiter legen wir Wert auf Verständlichkeit.

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Eine Analyse der Flüchtlingsproblematik: Teil II. Integration und Erwartungen

Aussenpolitik-01Kommen wir zur Frage der Identität. Es liegt auf der Hand, dass der, der alleine auf weiter Flur in eine ethnisch und kulturell homogene Gesellschaft stößt, einem besonders großen Integrationsdruck ausgesetzt ist. Wenn er sich nicht dazu bekennt, so werden zu wollen, wie die anderen, geht er unter. Allerdings muss ich hinzufügen, dass auch ein aktives Integrieren durch die Gesellschaft, d.h. v.a. den Staat erforderlich ist, damit ein harmonischer Eingang in die Mehrheitsgesellschaft gelingt. In diesem Punkt hat die BRD sträflich bei den vermeintlichen Gastarbeitern versagt, die dann doch da geblieben sind und auch noch ihre Angehörigen nach Deutschland holen durften. Wenn wir die Identität der aufnehmenden Gesellschaft so weit wie möglich erhalten wollen, müssen Integrationsprogramme (d.h. Sprachkurse, Staatsbürgerschaftskuse, Vermittlung der Werte des Grundgesetzes und der Kultur) mit einer Trennung der Einwanderer untereinander einhergehen. Sonst wächst das heran, was einem in Paris, London, Brüssel oder Berlin-Neukölln auf den Straßen begegnet: Parallelgesellschaften. Weiterlesen

Doppel(S)pass für alle? – Ein Kommentar

Denkanstoesse-01In der vergangen Woche hat sich die GroKo auf eine Lösung zu der Streitfrage betreffend der Doppelpässe geeinigt. Prompt gab es Kritik, dass die bestehenden Regelungen nicht weitgehend genug sein.  Dabei fiel auch ein Vergleich den ich nicht einfach so stehen lassen kann.

Der Kompromiss – auf dessen Eigenschaften ich jetzt nicht im Detail eingehen möchte – wurde als ein „modernes Staatsbürgerrecht für ein Einwanderungsland“ (sinngemäß) bezeichnet. Frau Künast bzw. „den Grünen“ reichte es aber nicht, dass Ausländer ihren Passanspruch auch nachweisen müssen. In der Tagesschau verwies sie auf die USA, die es einfach und richtig machen würden: Wer in den USA geboren wurde ist Bürger der Vereinigten Staaten. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Punkt.

Das ist falsch.
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„Typisch deutsche Mädels“

FundstueckeDie Vorführdame („das Model“) Maike hat sich bei der sehr populären Fernsehsendung „Germany’s Next Topmodel“ eine Aussage erlaubt, die ihr Rassismus-Vorwürfe einbringt und für Verstimmung bei ihren Konkurrentinnen sowie bei den Medien sorgt. GMX berichtet, sie habe anlässlich ihrer Bewerbung für die Teilnahme an einer Opel-Werbung gesagt:
Die suchen ganz typisch deutsche Mädels, weil’s eine deutsche Automarke ist. Die wollen das Auto doch gut verkaufen …
Man muss der Dame eine gewisse Naivität vorhalten, da Opel seit 1929 zu General Motors gehört. So viel zum Thema deutsche Automarke. Abgesehen davon wirbt eine Automarke mit Bildern, die bei der jeweils angepeilten Zielgruppe am besten wirken sollten. Je nachdem, wo die Autos verkauft werden sollen, kann es den größten Absatz bringen, mit einem nordischen Gesicht oder lateinamerikanischen Assoziationen zu werben. Weithin sind sicherlich blonde Frauen gerne gesehen, so in Südeuropa, wo diese Haarfarbe selten ist.
An Maikes Aussage ist nichts Rassistisches. Sie stellt eine Vermutung über die Werbestrategie eines Autoherstellers an. Sie sagt nicht, dass „typisch deutsche Mädels“ als Menschen irgendwie hochwertiger seien als andere. In einer speziellen Marktsituation mögen sie den Verkauf von Autos begünstigen.
Das ist alles.
Spekulationen, die darüber hinausgehen, zeugen von einem verkrampften Verhältnis zur eigenen Identität.

Quelle:

http://www.gmx.net/themen/tv/shows/28acd6w-rassismus-eklat-gntm#.focus.Rassismus-Eklat%20bei%20GNTM.229.728

Das Deutsche in der Wissenschaft

KolumneWer heute eine internationale wissenschaftliche Konferenz besucht, wird aller Wahrscheinlichkeit nach mit der englischen Sprache konfrontiert werden. Sogar auf vielen Konferenzen nationalen Umfangs in Deutschland ist Englisch die Präsentations- und Diskussionssprache. Das ist insbesondere in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern so, in zunehmendem Maße aber auch in den Geistes- und Kulturwissenschaften. In der Vergangenheit dominierten verschiedene Sprachen in verschiedenen Disziplinen; so auch das Deutsche. Dass gerade der Stellenwert der deutschen Sprache so frappierend nachgelassen hat, ist in erster Linie eine Folge der beiden Weltkriege und des Wunsches der Siegermächte nach Brechung der ehemals starken Position deutscher Kultur in der Welt. Doch auch andere Sprachen werden heute zurückgedrängt, so z.B. das Französische. Die Globalisierung greift somit wie in praktisch alle Lebensbereichen auch in die Frage der wissenschaftlichen Sprache ein. Weiterlesen

Wenn die innerparteiliche Opposition unbequemer wird als die offizielle „Opposition“

nnerhalb der etablierten Parteien dominieren die etablierten Dekonstrukteure der deutschen Identität, der nationalen Solidarität und schließlich der Gesellschaftsintegrität. Dennoch gibt es innerhalb dieser Parteien und auch anderer Institutionen der Medien, Bildung und Wirtschaft Einzelne und kleine Gruppen, die sich in einem Loyalitätskonflikt mit der Parteiführung befinden. Als Beispiele sind Frank Schäffler (FDP) und Klaus-Peter Willsch (CDU) zu nennen, die als im Grunde liberale bzw. konservative Politiker zu ihren Parteien stehen, die heutigen Auswüchse der hohen Politik konkret in Bezug auf die Euro- und Schuldenpolitik der Bundesregierung jedoch nicht mehr mittragen wollen. Weiterlesen

Zurück ins Leben

Nach Axel „Hitler von Köln“ Reitz, wendet sich jetzt Andreas Molau (aktiv bei Kameradschaften, NPD, DVU, Pro NRW u.ä.) von der „extremen Rechten“ ab. Das allerdings mit viel medialen Tam-Tam.

Im lesenwerten Interview mit Publikative.org (einer in vielerlei Hinsicht oft hysterische „Kampf gegen Rechts“-Seite) kommen einige sehr interessante Stellen vor. Hier einige Zitate: Weiterlesen