Eine Analyse der Flüchtlingsproblematik: Teil I. Arbeit und Krieg

Aussenpolitik-01Nach meinem letzten Beitrag im Mai habe ich mehrere Monate gebraucht, ehe ich wieder bloggen konnte. Es drängte mich von Zeit zu Zeit, zur Griechenlandkrise und zur Flüchtingsproblematik zu schreiben, aber immer wieder konnte ich es nicht umsetzen, weil es mir schwer fiel, einen Überblick zu gewinnen und mir eine fundierte Meinung zu bilden. Nun will ich versuchen, zumindest zum Flüchtlingsthema angemessene Worte zu finden. Da das ein recht umfassendes Thema ist, beginne ich hiermit eine kleine Serie von Artikeln. Der erste soll sich mit den Vorbedingungen und Ursachen der Flüchtlingsandrangs befassen.

Wir sehen uns in Deutschland und generell in den wohlhabenden Staaten Europas einer neuartigen Situation gegenüber. Die Arbeitslosigkeit im Süden Europas ist hoch, die wirtschaftlichen Perspektiven der Jugend sind schlecht. In Nord- und Mitteleuropa sieht es damit besser aus. Die wirtschaftliche Stabilität der EU aber hat durch die Schuldenkrise so nachgelassen, dass früher oder später auch die Bürger der heute wohlhabenden Länder zur Kasse gebeten werden müssen. Man mache sich keine Illusionen, diese Krise sei vorüber. Die Aussichten sind also nicht rosig. Wir wären eigentlich genug mit uns selbst beschäftigt. Das hat die intensive Diskussion über Griechenland gezeigt. Sie wurde aber in den Medien fast vollständig von einem Thema verdrängt, das vollständig von außen zu kommen scheint.
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Pispers meint es gut, ist aber nicht auf der Hut

Aussenpolitik-01Der Kabarettist Volker Pispers bezieht zwar stets einseitig linke Positionen und äußert sich zuweilen abfällig zum Thema Nation, es lohnt sich dennoch oftmals, ihm ein Ohr zu leihen. So hat er sich kürzlich anlässlich der Verleihung des Deutschen Kleinkunstpreises erfrischend kritisch zum Krieg in der Ukraine, den verbrecherischen Machenschaften der USA in der Weltpolitik und zur Lügenpresse geäußert. Alles schön und gut, bis auf ein paar Schnitzer, die der Huffington Post der willkommene Anlass waren, ihn zu diskreditieren. Weiterlesen

Deutschlands Rolle in EU und NATO in der Zukunft – ein offizielles Schreckensszenario

Ich habe mir ein im Jahr 2013 erschienenes richtungsweisendes Papier namens „Neue Macht, neue Verantwortung – Elemente einer deutschen Außen- und Sicherheitspolitik für eine Welt im Umbruch“ vorgenommen. Dieses Werk wurde von der Stiftung Wissenschaft und Politik und dem German Marshall Fund of the United States erarbeitet durch den Planungsstab des Auswärtigen Amts gefördert. Es liegt also schon einmal auf der Hand, dass das transatlantische Bündnis hier nicht gerade kritisch betrachtet werden dürfte. Über die Autoren heißt es darin: „Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren außen- und sicherheitspolitische Fachleute aus Bundestag, Bundesregierung, Wissenschaft, Wirtschaft, Stiftungen, Denkfabriken, Medien und Nichtregierungsorganisationen“. Da finden sich Größen wie die Friedrich-Ebert-Stiftung, die ZEIT, die FAZ, Amnesty International, der berüchtigte European Council on Foreign Relations, die Daimler AG, die Konrad-Adenauer-Stiftung und die unvermeidliche Bertelsmann-Stiftung. Es geht hier also um ganz großes Kino. Was haben die Großkopferten, wie die Bayern so schön sagen, also mit uns vor? Weiterlesen

Propaganda überall: Ukraine und Montagsdemos

Kolumne-01In Europa sind gerade zwei Entwicklungen im Gange, über die uns die etablierten Medien miserabel unterrichten, d.h. einseitig, an der Wahrheit nicht interessiert, manipulativ. Kurz gesagt: Ein Wort zur Propaganda von heute.

Zunächst zur Ukraine-Krise: In der Ukraine gibt es nun eine „Übergangsregierung“ (Westsprech) oder auch „faschistische Putschisten“ (Ostsprech). Es ist klar, dass westliche Kräfte wie die US-Regierung und die Konrad-Adenauer-Stiftung den Umsturz in der Ukraine begünstigt haben. Die Massenmedien halten sich da aber ganz bedeckt, das wäre ja Nestbeschmutzung. Weiterlesen

Wie Hitler seinen Krieg finanzierte

Geschichte-01Das „Dritte Reich“ wird oft so dargestellt, als sei es von völlig irrationalen Antrieben gesteuert gewesen, praktisch als Ausgeburt einer kollektiven antisemitischen Zwangsneurose der Deutschen. Bei Krieg und Judenverfolgung ging es aber um mehr als nur arische Weltherrschaft und Vernichtung von „Volksschädlingen“. Es ging auch ums Geld. Es ist immer wieder erstaunlich zu sehen, wie viele politische Verwicklungen der Menschheitsgeschichte sich nicht zuletzt ums Geld drehen.
Die Wirtschaft des „Dritten Reiches“ funktionierte als ein sehr geschickt ausgeklügeltes Schneeballsystem, das sich immer neue Finanzierungsquellen erschließen musste. Hitler war nämlich stets darum bemüht, eine hohe Besteuerung der Deutschen zu vermeiden, um sich seine Popularität zu sichern. Weiterlesen

Wenn an Weihnachten die Waffen schweigen

HistorischesZwischen Schlamm, Schnee, Blei und Blut geschah zur Weihnachtszeit des Jahres 1914 etwas Erstaunliches: Offenbar ohne Befehl von oben legten an weiten Teilen der Westfront deutsche und britische Soldaten die Waffen nieder. Wer eben noch aufeinander geschossen hatte, sang nun gemeinsam Weihnachtslieder und spielte Fußball oder Karten. Eine unglaubliche Begebenheit, deren Entstehung heute kaum noch zu rekonstruieren ist – und doch ist sie vielfach von teilnehmenden Soldaten dokumentiert worden. Ein britisches Projekt hat sich ihrer Erforschung angenommen.

Der Zauber aber war jäh vorüber und bald nahm die Materialschlacht in den Gräben eine nie da gewesene, mörderische Fahrt auf, die so eindringlich von Veteranen wie Ernst Jünger in „In Stahlgewittern“, von Erich Maria Remarque in „Im Westen nichts Neues“ und von Gustav Praclik in „Unter Stahlhelm und Fliegerhaube“ beschrieben wurde.

Quellen:

http://content.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/847870

http://www.christmastruce.co.uk/index.html