Den Volks-Begriff begreifen – Teil 1: Die Ausgangslage

Denkanstoesse-01Volk. Aktuell wird wieder häufiger davon gesprochen. Oder eben auch nicht. Während einige sich als Angehörige eines deutschen Volkes von anderen Angehörigen desselben verraten fühlen, leugnen andere die pure Existenz von Völkern. Für letztere gibt es nur Staatsbürger, die mit einer Mitgliedschaft in einem Verein vergleichbar  ist. Unter der Debatte darüber, ob und inwiefern Deutschland nun ein Einwanderungsland ist, meist unter Berücksichtigung eines multikulturellen Ansatzes, ergab sich zunehmend die Rede von der „Bevölkerung Deutschlands“. Eine Gemeinschaft, die „Deutsches Volk“ genannt werden könnte, gebe es nicht (mehr). Gleichzeitig spielt das Volk aber weiterhin im Gespräch über Demokratie und nationale Souveränität eine wichtige Rolle. Auch in der Integrationsdebatte kam man immer wieder auf das Deutsche Volk zu sprechen. Während für die eine Seite nur eine „deutsche Bevölkerung“ existierte, gab es für die ganz andere Seite nur eine rassisch-exklusive Volksgemeinschaft.

Dabei wurde eine große Uneinigkeit über die Auslegung der Begriffsdefinition deutlich. Daher wollen wir mit dieser Reihe endlich Klarheit schaffen. Nicht im Sinne einer ethnologischen Untersuchung, sondern einer Wiederentdeckung früher sehr bekannter und selbstverständlicher Fakten. Dabei werden wir mit gängigen Gegenargumenten, Vorwürfen der Konstruktion und Irrungen aufräumen. Zudem werden wir sie in den sachlich richtigen Stellen anpassen. Weiter legen wir Wert auf Verständlichkeit.

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Zitat (eher Interview) zum Sonntag

Als „Zitat zum Sonntag (Montag)“ bieten wir heute mal einen typischen „Deutschland = Pfui“-Artikel aus der ZEIT, die einen Wissenschaftler interviewt, der den Grimmschen Märchen alles Deutsche abspricht, nur weil diese „ausländische“ Wurzeln haben. Zum Artikel geht’s hier: „Gebrüder Grimm: Weder deutsch noch Volk.“ http://www.zeit.de/2012/50/Brueder-Grimm-Maerchen-Roelleke

Was für ein (Mani-)Fest!

Michael Paulwitz hat für die aktuelle Ausgabe (Die 1000ste! Glückwunsch) der Jungen Freiheit ein „Manifest für die Zukunft Deutschlands im 21. Jahrhundert“ verfasst, das wir dermaßen teilen, dass wir es aller Welt mitteilen müssen – jedoch mit der Anmerkung, dass dort eigentlich Selbstverständlichkeiten beschrieben werden, mit denen man „ins 21. Jahrhundert“ starten  und sie nicht erst erreichen müssen sollte. Die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts werden wohl mehr brauchen, als dort geschildert wird, um überwunden zu werden.

1     Deutschland ist der Staat der Deutschen. Seine Räson ist die innere und äußere Souveränität der Nation, des politisch organisierten Volkes. Politiker und Beamte sollen erste Diener des Staates sein. Ihr Auftrag ist, den Fortbestand von…
Weiterlesen bei der JF.

„Rassismus. Rassismus überall.“ Teil 2: „Sondersendung“

Für den „Tag der Deutschen Einheit“ hatten sich die Redakteure des „Klub konkret“ auf „Eins plus“ wohl überlegt, wo man an der Einheit der Deutschen noch etwas feilen könnte. Da an diesem Tag auch von muslimischen Verbänden der „Tag der offenen Moschee“ ausgerufen wurde, schien es wohl passend, eine Sondersendung dafür zu machen und dieser so in der Kritik stehenden „Minderheit“, die mal zu Deutschland gehört und mal nicht, zur Seite zur springen.
Das Ergebnis ist eine Sendung (YouTube) im Schön-Wetter-Berichterstattungs-Stil, in dem alle Widersprüche durch zombiehafte Moderation übergangen, Probleme nur als fernes Donnergrollen zu vernehmen und die Welt von einem Studio-Gast erklärt wurde, die faktisch doch noch einmal ihren Zeit-Artikel vortragen durfte, den ich an anderer Stelle schon kritisiert hatte. Dadurch gewinnt man wieder den Eindruck einer gleichgeschalteten Medienlandschaft bei diesem unliebsamen Thema. Es geht um Kübra Gümüsay – nicht die Person, denn die kenne ich nicht – sondern die Äußerungen einer handpuppenartigen Erscheinung, die in den Medien auftaucht. Diese Erscheinung hat am Ende der Sendung gesagt, dass Kritik immer erlaubt sein soll, wenn sie konstruktiv gemeint, für ein positives Miteinander ist und zu allgemeinen Verbesserungen beiträgt. Weil die Jungdeutschen nichts anderes wollen, bitte schön: Weiterlesen

Deutsche Begriffe klarmachen!

Aus aktuellem Anlass werden die Jungdeutschen heute damit beginnen, ein Projekt  zu veröffentlichen, an dem wir schon lange arbeiten und das noch nicht abgeschlossen ist, aber dessen Veröffentlichung offensichtlich not tut. Denn: Wir haben einen Innenminister, der sich über deutsche Fußball-Fans schämt, weil die „Sieg“ rufen, wir haben eine SPD, die den Begriff „Rasse“ aus Gesetzen streichen möchte (Mittlerweile ist er ohnehin sinnentleert. In Jura-Seminaren wird er schon gar nicht mehr ausdefiniert.) und einen bekannten Chefredakteur, der vor laufender Kamera in eine Deutschlandfahne rotzt, sich danach seiner Handlung rühmt und Leute (inkl. Bundespräsident), die patriotisch sind, verspottet.

Dieser Selbstekel und das krankhafte Verstümmeln der eigenen kollektiven Identität die sich in Worten, Symbolen und Bräuchen (u.v.m.) ausdrückt, warum muss das sein? Warum können wir nicht normal diese Begriffe verwenden? Gebraucht werden sie, denn die Dinge, die sie eigentlich beschreiben, sind nicht aus der Welt. Durch Wirklichkeitskosmetik kriegt man sie auch nicht weg.  [vgl. 1]

Packen wir das Problem bei der Wurzel. Und die liegt nicht in der Reeducation, Frankfurter Schule, Vergangenheitsbewältigern und nicht bei Papieranbetern a.k.a. „Verfassungspatrioten“ allein, sondern bei den das Deutschtum entehrenden Bluttaten der Nazis. Weiterlesen

„Kauf die Junge Freiheit! Da erlebt man was.“

Es war ja nur kurz, was ich erlebt habe, aber doch noch so überraschend, obwohl es doch allgemein bekannt ist… Aber von vorne: Endlich ein paar Tage Zeit! Nachdem ich mir Wochen lang die Augen beim Schreiben/Arbeiten am Bildschirm blutig gesehen habe, kam ich auf die Idee, mir endlich mal wieder eine Zeitung zu kaufen. Da traf es sich ausgesprochen gut, dass die Junge Freiheit ein Interview mit dem Rapper Harris (oder er mit der JF; Wer ist Harris? Harris hat ein patriotisches Musik-Video gemacht: hier klicken.) geführt hat. „Spitze!“, dachte ich mir, verließ die Fakultät, erwischte die Straßenbahn und tuckerte damit anschließend zum Hauptbahnhof. Dort angekommen stand ich vor dem großen Regal mit den „sonstigen“ Zeitungen und fand die JF gleich neben dem „Freitag“. Nebendran war ein Regal mit den Mainstream-Pressorganen. Die „Tageszeitung“ schrie mich mit ihrem rot-weißen Titel regelrecht an und entfachte in mir den Gedanken neu, endlich mal auch die Druckausgabe zu kaufen. Gedacht getan mit JF und TAZ in der Hand schlenderte ich zur Kasse, wo mich die Verkäuferin schon herwinkte. Ich legte die Zeitungen auf die Tresen und zog meine Geldbörse schon heraus, als ich feststellte, dass die Verkäuferin die JF auf den Tresen ausgebreitet hatte und offensichtlich mustere. „Was is’n das für ’ne Zeitung?“, fragte sie in einem fragend-schnippischen Ton. „Wie bitte? Wie meinen Sie das?“, fragte ich und ahnte, worauf es hinaus laufen würde. Die Halsschlagadern begannen spürbar zu arbeiten. „Naja, welches Spektrum? Wo ist die einzuordnen?“ Weiterlesen

Parlamentarismus oder Basisdemokratie?

Nach den Streitigkeiten um Neonazis in der Piratenpartei hat der Vorsitzende Nerz das Engagement vieler Mitglieder „gegen Rechts“ hervorgehoben. Da ist sie wieder, leider nun auch aus dem Munde der Piraten, zu hören: die ewige Gleichsetzung von Rechts und Rechtsextrem. Zugegeben, es war verlockend, sich auszumalen, diese jugendliche, unverbrauchte und noch vom Lobbyismus unbefallene Partei könnte frei sein von den Zwängen der politischen Korrektheit und würde sich nicht dem linksliberalen Mainstream an den Hals werfen. Es ist jedoch zu früh, auch diese Partei abzuschreiben.

Es gibt nämlich ein Alleinstellungsmerkmal der Piratenpartei, das sie von den Etablierten abhebt: die starken basisdemokratischen Strukturen, wie das Abstimmungsverfahren auf Ebene der Mitglieder mittels „Liquid Feedback“. Über solche Elemente könnten die Versuche der mehr und mehr etablierten Führungspersönlichkeiten der Partei, ihr in der Öffentlichkeit ein einschätzbares, nämlich linksliberales Profil zu geben, durch die Parteibasis konterkariert werden. Somit würde direkte Demokratie gewährleistet und die Partei hätte einen Schutzmechanismus gegen die oligarchische Versuchung, der die etablierten Parteien erlegen sind.

Was sind die Vor- und Nachteile des Parlamentarismus und der Basisdemokratie? Weiterlesen